## Abstract The proposed modified «KELLER‐reaction» is shown to be rather specific for indoles and the indole component pyrrole. Furthermore, different indolic compounds such as (1) indoles, (2) hydroxy‐indoles, (3) lysergic acid derivatives show characteristic absorption curves suitable for their
Zur Spezifität der modifizierten «Keller»-Reaktion. II. Mitteilung
✍ Scribed by H. P. Rieder; M. Böhmer
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1960
- Tongue
- German
- Weight
- 479 KB
- Volume
- 43
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Im Anschluss an unsere spektrophotometrischen Versuche rnit einfachen In-dolen1)2) befasst sich die vorliegende Mitteilung rnit der Spezifitat der dort beschriebenen modifizierten KELLER-Reaktion bei Anwendung auf polycyclische Indole und mit den Besonderheiten der dabei erhaltenen Absorptionskurven. Untersucht wurden verschiedene Lysergsaurederivate, einige Harmala-Alkaloide, sowie die gebrauchlichsten Phenothiazine. Diese letztere Stoffgruppe bildet die einzige Ausnahme (wenn man von den Pyrrolen absieht), welche die Spezifitat der KELLER-Reaktion fur Indole zu durchbrechen scheint. Sie interessiert uns aber auch aus dem weiteren Grund, weil man bei Arbeiten rnit biologischen Flussigkeiten von psychiatrischen Patienten stets mit der Anwesenheit dieser heute so haufig verwendeten Ataraxica und deren Metaboliten rechnen muss und schon deshalb gut daran tut, uber deren Kurventypen und die von dieser Seite moglichen Storungen bei der Suche nach Indolen Bescheid zu wissen.
Ergebnisse. -A. Lysergsaurederivate. In der Figur sind die Verhaltnisse bei verschiedenen Lysergsaurederivaten dargestellt. Man erkennt aus dem Kurvenverlauf, dass diese im Gegensatz zu den einfachen Indolen2) im Gebiet um und uber 600 mp zwei ausgepragte Maxima aufweisen. Ferner ist ersichtlich, dass die Amide hohere Extinktionen ergeben als die Lysergsaure selbst, dass jedoch die Substitutionen am Stickstoff der Seitenkette keinen weiteren wesentlichen Einfluss auf den Ausfall der Reaktion ausiiben. Substitutionen am Ring (N-Methyl-lysergsaure-diathylamid) konnen die Absorption im sichtbaren Wellenbereich fast vollig zum Verschwinden bringen, wobei dann allerdings das Maximum bei 360 mp eine beachtliche Hohe erreicht ; N-Acetyl-lysergsaure-diathylamid nimmt hier eine Zwischenstellung ein. Durch ein zusatzliches Maximum bei 710 mp, wo alle iibrigen Derivate nur eine Inflexion zeigen, zeichnet sich das Lysergsaure-aminomethansulfonat aus. B. Harmala-Alkaloide. Aus dieser Gruppe wurden untersucht : Harmol, Harmalol, Harmalin, Tetrahydroharmin, N-Methyl-tetrahydroharmin. In einer rnit den ubrigen Stoffen vergleichbaren Konzentration von 2 * M zeigte keine dieser Verbindungen eine Extinktion im sichtbaren Bereich. Auch im Gebiet um 370 mp wird nur bei den beiden Tetrahydroharminen eine bescheidene, uber die naturliche resp. die durch Schwefelsaure allein erzielbare Extinktion hinausgehende Erhohung der Absorptionskurven erhalten. Im Prinzip bestatigt sich deshalb die schon fruher am Reserpin und Eserin gemachte Feststellung, dass eine Farbreaktion ausbleibt, wenn die 2-Stellung des Indolkerns besetzt ist.
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