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Zur Selektivität prim., sek. und tert. Alkyl-Radikale in Additionsreaktionen

✍ Scribed by Giese, Bernd ;Kretzschmar, Gerhard ;Meixner, Jürgen


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1980
Tongue
English
Weight
467 KB
Volume
113
Category
Article
ISSN
0009-2940

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✦ Synopsis


Abstract

Bei der Reduktion von Alkylquecksilbersalzen 4 und 5 mit NaBH~4~ werden Alkyl‐Radikale 1 als Zwischenstufen gebildet. Diese „Quecksilbermethode”︁ ermöglicht die Messung der Selektivität prim., sek. und tert. Radikale in Additionsreaktionen mit Alkenen 612, weil die Addukt‐Radikale 1319 quantitativ zu den Produkten 2026 abreagieren. Dimerisierung, Disproportionierung, Polymerisation, Sauerstoffeinfang und β‐Bindungsbruch konkurrieren nicht merklich mit der Wasserstoffübertragung auf 1319. Die Messungen zeigen, daß die Alkyl‐Radikale 1 nucleophile Eigenschaften besitzen und ihre Selektivität in der Reihe prim. < sek. < tert. Radikal zunimmt (Tab. 1). Wenn sterische Effekte keine wesentliche Rolle spielen, kann die Reaktivitäts‐ und Selektivitätsabstufung mittels der Theorie der Grenzorbitalwechselwirkung beschrieben werden. Als Konsequenz dieser Theorie nimmt die Selektivität mit steigender Reaktivität zu.


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