Zur Prognose der traumatischen Querschnittslähmung im Kindesalter
✍ Scribed by Günter Dahmen
- Publisher
- Springer
- Year
- 1961
- Tongue
- English
- Weight
- 266 KB
- Volume
- 53
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Dutch die Zunahme der Unf£lle der Zahl und der Schwere nach kann man jetz~ h~ufiger Quersehnittsl~hmungen bei Erwaehsenen beobaehten. Doeh stellen solehe Verletzungsfolgen ~m Kindesalter gl/ieklieherweise aueh jetzt noeh eine Seltenheit dar.
In allen FKllen isg die Prognose dubi6s. Dabei ~4rd eine Unterseheidung gemaeht in der Literatur zwisehen der totalen Querschnittsl~hmung, d. h. im Fehlen jeglieher Funktion und Sensib~lit/~t bei v611iger Durchtrennung des Rfiekenmarks, die sieh nieht zur/iekbildet und der partiellen Quersehnittsl£hmung (E~AL~), bei der aueh eine sehlaffe Lghmung der Muskulatur besteht, sowie Blasen-und Mastdarm-1/ihmung, wo abet die Sehmerz-und Berfihrungsempfindliehkeit --weim aueh oft nut in Resten --vorhanden ist. Diese partielle Quersehnittsl~hmung kann sieh teilweise zurtiekbilden, wobei die Prognose aller partiell GelKhmten abh/~ngig ist yon der HShe und dem Grad der L/~sion, dem Ausmag der L/~hmung und dem Intervall zwisehen Unfall und I~eposition des Wirbelbruehes bzw. der Wirbelluxation (TIETZE). Eine Bedeutung seheint auch das Alter des Verletzten zu spielen. Je jiinger die Patienten zum Zeitpunkte des Unfalles sind, um so besser ist die Prognose. Man ist dabei geneigt, die Chaneen des Verletzten mit einer Quersehnittsl/~hmung bei Wirbelbrueh h6her zu bewerten als bei Wirbelluxation, da letztere immer mit direkten Verletzungen des i~iiekenmarkes verbunden sind, w/~hrend die Luxationsfraktur --soweit es sieh um Bogenwurzelbrfiche handelt -eine Mittelstellung einnimmt, da dureh den Bogenwurzelbrueh das R/iekenmark vor der direkten Kompression bewahrt wird (BSI~LER).
Es sind nut wenige F/~lle bekannt geworden, bei denen eine v611ige Wirbelluxation ohne wesentliehe Folgen ausgeheilt ist (Sc~trLTE, EIGENTI~ALE~).
In unserem Falle handelt es sieh um ein eineinhalbj/~hriges Mgdehen, das zungehst wegen Verdachts auf einen tuberkul6sen Wirbellorozeg in die Universit~its-Kinderklhlik Mfinster eingewiesen und naeh einigen Tagen uns iibergeben worden war. Der erstbehandelnde Arzt konnge spgter lediglich feststellen, dab das Kind yon seiner Stiefmutter wiederholt heftiger geschlagen worden ist und friiher allein im Bettehen habe stehen kSnnen. Wit konnten vom Vater des Kindes keine weiteren Angaben erhalten. Die Stiefmutter ist nie in der Klinik ersehienen.
Bei der Aufnahme bot das Kind das Bild einer sehlaffen Quersehnittsl£hmung mit Blasen-und Mastdarml£hmung. Aktive Bewegungsf/~higkeit irgendweleher Muskelgruppen oder einzelner Muskeln an den Beinen war nicht naehweisbar.
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Wenn man die ehronisehen Fglle und die im akuten Stadium gestorbenen Patienten berfieksiehtigt, ergibt sich folgendes Bild: GROS s 24,7% ehronisch, 5,2% Exitus; CHSLI s 140/0 subakut und ehroniseh, 13~ Exitus; ST~LE~ 2s 10% ehroniseh, 4,90/o Exitus; SZIOET~Z 2s 1,2% ehroniseh; GILES s 0,91~ ehronise