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Zur Pathogenese und Klinik des angeborenen Myoblastoms der Kiefer

✍ Scribed by Schwenzer, Norbert


Publisher
Springer-Verlag
Year
1959
Weight
809 KB
Volume
82
Category
Article
ISSN
0044-2917

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✦ Synopsis


Das angeborene Myoblastom des Kiefers wurde erstmalig yon NnV-MA~ 1871 als ,,congenitale Epulis" besehrieben und ist als solche in die Literatur eingegangen. Die Bezeichnung Epulis erfolgte nach rein lokalisatorischen Gesichtspunkten. Irgendein Zusammenhang mit den Granulationsgeschwtilsten besteht nicht. NEUMA~ sowie verschiedene Autoren, die nach ihm derartige Tumoren beschrieben, wul3ten noch nicht, da6 Geschwtilste mit gleichem histologischem Aufbau beim Erwachsenen auch an anderen KSrperstellen vorkommen, so u. a. an Zunge, Ohr, Trachea, Oesophagus, Haut nnd Muskulatur. Die Xhnlichkeit der Geschwulstzellen mit unreifen, quergestreiften Muskelelementen, den Myoblasten, veranlai~te den russischen Pathologen AB~IKOSSOFF 1926, diese Tumoren als ,,Myoblastenmyome" zu bezeichnen. LAUC~E, CEELn~ und M~YnR kl/~rten auf Grund einschl/igiger Beobachtungen endgfiltig, dal~ die angeborene Epulis und das Myoblastenmyom des Erwaehsenen ein und dieselbe Geschwulstart darstellen. Um eine Verwechslung mit reifen Myomen zu vermeiden, w/~hlte man zweckm/~13igerweise die Bezeichnung ,,Myoblastom". Die angeborene Form nimmt durch ihr klinisches Verhalten gegenfiber den fibrigen Myoblastomen eine Sonderstellung ein.

Im Folgenden soil eine eigene Beobachtung mitgeteil~ und das Krankheitsbild zusammenfassend beschrieben werden.

Eigene Beobachtung

Anamnese: Am 4. 1. 1958 kam ein soeben geborener weiblicher S/~ugling, das 5. Kind einer gesunden 24j/ihrigen Frau, wegen eines aus dem Mund herausragenden Tumors in unsere station/ire Behandlung. Die deutlich erschwerte Mundatmung liel~ auch auf eine Behinderung der Nahrungsaufnahme schlie6en.


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