Zur Methodik der quantitativen Untersuchung von Bakterienkulturen in fl�ssigen Medien
✍ Scribed by Jannasch, Holger W.
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1952
- Weight
- 545 KB
- Volume
- 18
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-9276
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✦ Synopsis
Bestimmungen der Zelldichte in flfissigen Bakterienkulturen durch die indirekte ku]turelle oder durch die direkte Methode des Auszi~hlens sind bei vielen bakteriologischen Untersuchungen zur Beurteilung des Wachsturns wichtige und exakte Verfahren. Auf der einen Seite schliegt jedoch das KocHsche Ptattenverfahren si~mtliche Wachstumsprobleme ein und ist deshalb fiir I~einkulturen bedingt, ffir Mischkulturen nur fiir grSbste Vergleiche brauchbar. Auf der andern Seite weisen das Z~hlkammerverfahten (nach T~o~A) oder das Ausstrichverfahren (nach BREED) neben nicht zu unterschg, tzenden Beobachtungsschwierigkeiten eine beschri~nkte AnwendungsmSglichkeit dadurch auf, daft sie eine geniigend hohe Zellkonzentration erfordern. Unter Berficksichtigung dieser Tatsachen wurde versucht, die direkte ~ethode zu erweitern, indem man die 0rganismen (chronologisch begann es mit quantitativen Planktonuntersuchungen) in ihren flfissigen Me(lien auf versehiedenen Wegen anreieherte, so z. B. dureh Sedimentation (UTERM6HL 1936), Zentrifugation, F/~llung (u. a. BAIEa 1935), Vakuumdestillation (KusNEWZOW 1931) und Filtration. Hier soll ein neues Verfahren besehrieben werden, das durch (lie Anwendung yon Membranfiltern die Konzentrierung der Flfissigkeitskultur und die Herstellung der mikroskopisehen ZS, hlprS, parate in einem Arbeitsgang zusammenfaBt. DiG Filtration durch Membranfilter, die KOLKWITZ (1924) bereits fiir Plankton. untersuchungen anwandte, benutzte CKOLODNY (1928) zur Anreicherung vom Bak~rien in Rohwasserproben und KOFFMANN in einem komplizierten Verfahren fiir bodenbakteriologische Untersuchungen. 1933 land BAnSOF, dab nach voll-st~ndiger Filtration, Fixierung, Farbung und Aufhelhmg des Filters die Bakterien mikroskopisch gut zu erkennen waren. Weiterhin finden sieh Arbeiten yon I~ASL'-MOF (1933) und DIA~OWA (1934) auf diesem Gebiet, das sieh in letzter Zeit auf Untersuchungen morphologischer (BELIXG, SCHMITZ 1950) und anMytischer (TIETZ U. HnEPE, 1950) Art ausgedehnt hat.
Quantitativ wurde bisher mit dieser direkten Membranfilter-Methode nut yon BEL]NG (1950) bei Flul,~wasser-Untersuchungen gearbeitet, und der Versuch lag nahe, sie ffir die experimentelle Bakteriologie nutzbar zu machen.
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