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Zur Konjugation in makrocyclischen Bindungssystemen, VII. Synthese und Eigenschaften von Hexa-m-phenylen und Octa-m-phenylen

✍ Scribed by Staab, Heinz A. ;Binnig, Fritz


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1967
Tongue
English
Weight
761 KB
Volume
100
Category
Article
ISSN
0009-2940

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✦ Synopsis


Aus der Reihe der bisher unbekannten Poly-m-phenylene wurden Hexa-und Octa-m-phenylen aus entsprechenden durch Grignardierung uild Umsetzung mit Kupfer(I1)-chlorid oder Kobalt(I1)-chlorid dargestellt. NMR-, UV-, IR-Spektren und andere Eigenschaften dieser Verbindungen wurden besonders unter dem Gesichtspunkt der x-Elektronen-Wechselwirkung im makrocyclischen System untersucht.

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Die Entwicklung der Chemie nicht-benzoider Aromaten, die in der organischen Chemie des letzten Jahrzehnts einen so hervorragenden Platz einnimmt, hat die herkommliche Definition des ,,aromatischen Charakters" unzureichend werden lassen. Die benzoiden Aromaten werden heute vielfdch nur als die besonders einfachen ExtremfPlle am einen Ende einer sehr breit aufgefaoten Aromatizitatsskala angesehen. Am anderen Ende dieser Skala ist die Abgrenzung aromatischer von nicht-aromatischen Verbindungen zunehmend schwieriger geworden und hangt im Einzelfalle sehr haufig ganz davon ab, welches von mehreren verfugbaren Aromatizitatskriterien zugrunde gelegt wird. Da fur diese Problematik eine kritische Beurteilung des Verhaltnisses von benzoider zu nicht-benzoider Aromatizitat wichtig erscheint, haben wir versucht, an geeigneten Bindungssystemen einen experimentellen Beitrag zu der Frage zu leisten, wie weitgehend sich eine nicht-benzoide makrocyclische Konjugation gegeniiber der x-Elektronen-Wechselwirkung innerhalb benzoider Untereinheiten durchzusetzen vermag. Neben der Untersuchung von Benzo-annulenenz) und Benzo-dehydro-annulenen3) konnte unter diesem Gesichtspunkt eine vergleichende Betrachtung der Verbindungsreihe 1 bis 4 aufschlukeich sein.

Das [18]-Annulen (l), fur das die Huckel-Regel aromatischen Charakter voraussehen lie13, ist in der T a t der Prototyp nicht-benzoider aromatischer Verbindungen, zumindest wenn der Ringstrom-Effekt als das entscheidende Aromatizitatskriterium angesehen wird4). Die Verbindungen 2, 3 und 4 stehen insofern zum [18]-Annulen i n Beziehung, als jede von ihnen ebenfalls einen 18gIiedrigen inneren Ring LUS sp2hybridisierten Kohlenstoffatomen enthalt, fur den bei planarer oder doch nahezu 1) VT. Mitteil.: G. Ege und H. Fischer, Tetrahedron [London], im Druck.


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