Zur Konfiguration der Polymethylen-dicarbonsäuren III. cis-Cyclobutan-1,2-Dicarbonsäure
✍ Scribed by Richard Kuhn; Albert Wassermann
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1928
- Tongue
- German
- Weight
- 578 KB
- Volume
- 11
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
In Fortfuhrung unserer Versuche uber Dissoziationskonstanten und Adsorptionsverhalten der Hexahydro-phtalsaurenl) haben wir nach den Angaben der Literatur die cis-und trans-Dicarbonsauren dcs Cyclopropans, Cyclobutans und Cyclopentans dargestellt.
Diese praparative Rrbeit fuhrte zur Auffindung einer neuen Cyclobutan-l,2dicarbonsaure, die in ihren Eigenschaften weder mit der cis-noch mit der trans-Cyclobutan-l,2-~1icarbonsiiure von W . H . Perkin j r . zj ubereinstimmt. W . H . Perkin gibt an, durch Decarboxylierung der l,l', 2,2'-Cyclobutan-tetracarbonsaure, in stereochemisch einheitlichem Reaktionsverlauf, eine Dicarbonsaure voni Smp. 137°-13803) (ursprunglich 130° ")) erhalten zu haben. Durch Erhitzen mit Salzsaure entstand eine bei 130° schmelzende isomere Dicarbonsaure, die spater 71. J . Goldsworthy') in optisch aktive Antipoden gespalten und daniit als trans-Cyclobutan-1,2-dicarbonsiiure erkannt hat. Die Isomeren unterscheiden sich nach W . H . Perkin durch ihr Verhalten gegen Acetylchlorid, womit nur die holier schmelzende Saure ein Anhydrid liefern sol1 und durch die ersten Dissoziationskonstanten, die nach Messungen von J . Walker6) fur die trans'-Saure 2,8 X und fur die eis-Saure 6,6 x Bei zweimaliger genauer Nacharbeitung der Darstellungsvorschrift von W. H . Perkin i ~. entstand durch Decarboxylierung der Tetracarbonsaure stets ein Gemisch von zwei Dicarbonsauren, die wir durch fraktionierte Krystallisation aus starker Salzsaure rein gewinnen konnten. Die sehwerer losliche Saure schmilzt bei 130° und ist zweifellos mit der trans-Skure Perkin's identisch. Die leichter liisliche, noch nicht beschriebene Saure schmilzt bei 97O-98O und lasst sich durch Erhitzen mit in Wasser') betragen.
l) Helv. I I, 50 und 70 (1928).
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