Zur Kenntnise des colloXalen Silbers. [V o r 1 It u f i g e M i t t h e i 1 u n g.] (Eingegangen am 25. October; rnitgetheilt in der Sitzung von Hrn. W. Will.) In1 Laufe einer Untersuchung iiber die Natur der colloydalen Lasungen ') bot sich mir die Gelegenheit, grossere Yengen colloidaler Silberl
Zur Kenntniss des colloïdalen Silbers
✍ Scribed by Schneider, E. A.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1892
- Weight
- 387 KB
- Volume
- 25
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Zw ei t e M i t t L eil u ng.] (Eingegmgen am 16. April; mitgetheilt in der Sitzung von Hrn. H. Jahn.)
Setzt man Chlorwasserstoff zum &lberhydrosol hinzu, 80 enthiilt der sich augenblicklich bildende Niederschlag stets neben Silber wechselnde Mengen Chlorsilbers, wie schon in der ereten Mittheilong 1) iiber dieeen Oegenstand erwiihnt wurde.
Ea lagen zwei Miiglichkeiten vor, die bei der Erkliirung dieser T h a t a c h e beriicksichtigt werden mussten: Entweder enthiilt daa Hydrosol kleine Mengen einer Silberoxydverbindung oder das Silber verbindet sich mit dem Chlor des Chlorwaseerstoffes und Wasserstoff wird frei. -Da n i e e i n e G a s e n t w i c k l u n g beim Zusatz von Chlorwssserstoff beobachtet wurde, so erschien die erstere Annahme ale die wahrscheinlichere.
Um auf miiglichst einwurfsfreie
Weise die P r i i f u n g a u f Silbersauerstoffverbindungen i m H y d r o s o l auszufiihren, wurden 75 ccrn eines nahezu reinen Hydroaole, welchee im Liter 12.248 g Silber nebst 0.038 g Eisen enthielt, aus einer Retorte im Kohlensiiurestrom bis zur Trockne destillirt; der Riickstand wurde zur Rothgluth erhitzt. Das abdestillirende Wasser wurde in einem gut gekiihlten Vorstoss condensirt und das freiwerdende Gas in einem Messrobr iiber Kalilauge aufgefangen. E s wurden auf diese Weise 4 ccm (766 mm B und 160) eines Gases erhalten, welchee an Pgrogallol blos 0.6 ccrn abgab. Wir haben es mithin mit Luft zu thun, deren Zusammeneetzung durch Absorption im Hydrosol einigerrnaasaen verandert ist. Zieht nian die Liinge des Versuches in Betracht, dann die Geraurnigkeit des Apptlrates und endlich den Umstand, dass die Kobleneaure aus Marrnor entwickelt wurde, so ist man wohl berechtigt , einen betrachtlichen Theil der aufgefangenen Luft dieseo Fehlerquellen zuzuschreiben. Jedenfalls ist durch diesen Versuch die Abwesenheit von Silbersauerstoffverbindungen im Hydrosol mit Sicherbeit beetgtigt. Die Miiglichkeit der Reaction rnusste nun ins Auge gefasst werden. Ag + H C 1 = AgCl + H 1) Diese Berichtc XXIV, 3370. ' 1 Dime Berichte XXV, 1166. ' 3 Photographie dea couleurs par la mbtbode interfbrentielle de M. L i p pmann par Alphonse B e r g e t (Paris, G a u t h i e r e , Villars et Fils 1591).
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