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Zur Kenntniss der unterschwefelsauren Salze


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1888
Weight
777 KB
Volume
246
Category
Article
ISSN
0074-4617

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โœฆ Synopsis


K lii fs , zur Kenntnifs gesaltigt. Es entstand dabei das feste, campherartige, bei etwa 206O siedende Chlorid CIOH1,CI. Ein anderer Theil wurde unter den in diesen Annalen 245, 251 angegebenen Redingungen niit Amylnitrit und Salzsiiure behandelt und auf diese Weise leicht das Nitrosochlorid CloHlsNOCl abgeschieden , welches beim Erwarmen mit alkoholischem Kali in das bei 129 bis 130" schrnelzende Nitrosoterpen iiberging. Dasselbe konnte der alkalischen Losung leicht mit Aetlier entzogen werden und wurde so in farblosen Krystallen erhalten. Ein Theil des Nitrosochlorids wurde durch Erwiirmen mit Yiperidin in das a. a. 0. S. 253 beschriebene Nitrolamin iibergefiihrt. Die Base schmolz nach nur einmaligem Umkrystallisiren bei ii6O und zeigte alle Eigenschaften der Pinenverbindung.

Zur K e n n t d s der iinterschwefelsauren Salze ; von K. Klafs. (Eingelaufen don 19. Februar Hierzu Tafel 1. _. -11. *) sauren Salzen. Ueber die Isomorphieverhiiltnisse bei 1888.) den unterschwefel-Obwohl sich verschiedene Chemiker (Heeren, Schiff**), K r a u t ***) Ko 1 b e +) und andere) bemiiht haben , Doppelsalze der Unterschwefelsaure darznstellen , so sind ihre Ver-*) vgl. S. 179 dieses Bandes. +*) Diese Ann. 106, 239. a**) Das. 118, 95. t) J. pr. Chem. [2] 18, 485. der unterschwefelsauren Salze. 285 suche ausnahmslos ohne Erfolg gewesen. Kr a u t beschreibt allerdings einige Doppelsalze, die er auch analysirt hat; dieselben sind jedoch besser als isomorphe Mischungen aufzufassen, wie es schon R a m m e 1 s b e r g ") gethan hat.

Wenn ich es trotzdem unternahm, Studien uber das Zusammenkrystallisiren der unterschwefelsauren Salze zu machen, so geschah es einmal deswegen, weil die von den oben er- wahnten Autoren angestellten Versuche luckenhaft und nicht systematisch angestellt schienen , dann auch, weil inzwischen von A. F o c k +tie) die ausgezeichnete Polymorphie eines der unterschwefelsauren Salze nachgewiesen worden war , und ich vermuthete, dafs sich Analoga dazu finden wurden. Diese Vermuthung bestatigte sich, und es ist mir gelungen, eine grofse Reihe interessanter isomorphen Mischungen oder Molecularverbiridungen von je zwei unterschwefelsauren Salzen darzustellen, welche auf das Zusammenkrystallisiren uberhaupt ein eigenthumliches Linlit werfen und wohl dazu geeignet sind, die Ansichten uber dasselbe zu modificiren. Denn das eigentliche Kriterium fur den Isomorphismus, dafs zwei Substanzen nur dann isomorph sind, wenn sie zusammenkrystallisiren, bildet keine scharfe Grenze mehr im alten Sinne der M i t s c h e r l i c h'schen Ansicht.

Unter den unterschwefelsauren Salzen existiren in erster Linie vier isomorphe Gruppen : I. RaS20e hexagonal-tetart. K. Rb. (Tl). 11. RzS20B + 2 aq. rhombisch Na. Li. Ag. 111. RS,Oe + 4 aq hexagonal-tetart. Pb. Sr. Ca. IV. RS,06 + 6 aq. asymmetrisch Mg. Zn. Cd. Ni. Mu. Bezuglich der ersten Gruppe ist zu bemerken, dafs wohl niemand daran zweifelt, dafs das Kaliumsalz mit dem Rubidiumsalz Yisclikrystalle eingeht. Aus Mange1 an diesem mufste ") Kryst.-phys. Chemie I, S. 480. **) Zeitschrift f. Kryst. VI, 2. 8. 163. *) a. a. 0. +*) a. a. 0.


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