𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Zur Kenntniss der Thioglykolsäure

✍ Scribed by Klason, Peter ;Carlson, Tor


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1906
Weight
343 KB
Volume
39
Category
Article
ISSN
0365-9631

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Vor bald 30 Jahren hat der Eine von uns die durch Einwirkung ron Alkalisulfhydraten auf Monochloressigsaure entatehende Thioglykolsaure naher untersucht. Es zeigte sich dabei in1 schroffen Gegensatz zu den Angaben von C a r i u s ' ) , dass die Saiire nicht nrir die Eigenschaften einer Carbonsaiire besitzt , sondern auch diejenigen eines Mercaptans. Es wurde damals angenommen, dass C a r i u s ein Gemisch ron Thioglykol-und Thiodiglykol-Saure in den Handen hattr. Vie1 wahrscheinlicher ist aber, dass seine Siiure in der Hauptsnche Ditbiodiglykolsaure war, die erst spater von K l a a o n 2 ) dargestrllt wurde, und welche durch Autoxydation der Thioglykolsaure entsteht. Nur durch diese Interpretation werden C a r i u s ' iinalysen verstandlich. D a nun S c h a c h t durch Einwirkung ron Kaliumsulfbydrat auf a-Chlorpropionsaure spater eine Thiomilchsaure dargestellt hatte , die aiich keine Mercaptanreaction gab, waren seine Angaben die Veranlassung zu L ovGn's Untersuchungen der Thiomilchsiiure, woraus, wie zu erwarten war, hervorgiog, dass auch sie ausgepragte Mercaptaneigenschnften besass. Diese Sauren sind spater als Spaltungsproducte rerschiedener Verbindungen erhalten worden. Sie beanspruchen ein erhiihtes Jnteresse. namentlich seitdem man sie oder nahestehende Kiirper, CysteYn resp. Cystin, nnter den Abbauproducten der Eiweisskorper gefunden hat. Die nachete Veranlassung xu folgender Untersuchiing war eine Abhandlung ron E. B i i l m a n n a ) fiber ein Verfahren zur Darstellung dieser Sauren. Er glaubt namlich gefunden zu haben, dass die Verseifuug der Xantbogenessigsauren durch Ammoniak ein riel besseres Resultat giebt als die directe Mettiode, Einwirkung ron Chloressigsiiure auf Kaliumsulfhydrat. Anscheinend kann er zwar darin Recht haben, da, wie K l e s o n 4 j seiner Zeit zeigte, bei der letzteren Reaction betriichtliche Mengen Thiodiglykolsaure gebildet werden. Wenn er aber sagt , dass hierdurch Schwierigkeiten hinsichtlich der Reindarstellung der SEure entstehen. s o kiinnen wir nicht zustimmen. Klasond) hat doch gezeigt, dass die Saure ein fast uuliisliches, schiin krystallisirendes Baryumsalz giebt, und da meinen wir, dass es keine Schwierigkeit hat, die Saure rein zu bekommen. Wir werden nuii zeigen, dass Chloressigsaure unter Ann. d. Chem. 124, 13. I) Diese Berichtc 14, 409 [1881]. :; Arin. d. Chem. :{:!!I, 351 [19Oi]. ' ) Ann. cl. Chem. 187, 113 [18'ii: ' ) E n e l e r uod B r o n i a t o w s k y , diese Beiichte 37, 3274 [1901]. a) Marker, Ann. d.


📜 SIMILAR VOLUMES


Zur Kenntniss der Glyoxylsäure
✍ Dr. Carl Boettinger 📂 Article 📅 1895 🏛 John Wiley and Sons 🌐 English ⚖ 408 KB 👁 1 views