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Zur Kenntnis organischer Arsenverbindungen, IX.: Darstellung neuer Typen organischer Arsenverbindungen

✍ Scribed by Steinkopf, Wilhelm ;Smie, Paul


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1926
Weight
787 KB
Volume
59
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


I453 236. Wilhelm Steinkopf und Paul Smie: Zur Eenntnis organischer Arsenverbindungen, 1X.l) : Darstellung neuer Typen organischer Arsenverbindungen. [Aus d. Institut fur Organ. Chemie d. Techn. Hochschule Dresden.] (Eingegangen am 27. Mai 1926.) Die Einwirkung von sekundaren Arsinen auf sekundare Halogen-arsine fiihrt bekanntlich zu Kakodylen (Gleichung a), die von primaren Arsinen auf primare Halogen-arsine zu Arsenoverbindungen (Gleichung b) : R2AsH + ClAsR, = R,As.AsR, + HCI (a); R.AsH, + C1,As.R = R.As:As.R + 2HC1 (b). Man hat aber unseres Wissens nie versucht, p r i m a r e Arsine niit se k u n d a r e n H a lo gen-a r s i n e n bzw. se k u n d a r e A r s i n e m i t p r i m a r e n H a l o g e n -a r s i n e n zur Reaktion zu bringen, obwohl dabei ganz neue Typen organischer Arsenverbindungen zu envarten sind. Wir haben das getan, weil wir ein P e n t a p h e n y l -t r i a r s i n (I) darstellen wollten, um dieses Arsen-Analoge des Oktaphenyl-propans auf eventuelle Dissoziation in freie Arsenradikale bzw. deren Umsetzungsprodukte zu studieren. Wir versuchten zunachst Folgendes : C,H,.AsH, + 2ClAs(C6H,), = 2HCl + (C,H5)&.A~(C6H5) .As(C,H,), (I).

Beim Zusammengeben der A t h e r -Losungen der Komponenten in Hohlendiosyd-Atmosphare schieden sich erst beim Erhitzen zum Sieden unter lebhafter Chlorwasserstoff-Entwicklung weil3e Krystallnadelchen aus. Der a d e r s t empfindliche Korper, dessen Isolierung ebenfalls unter volligem Luft-AbschluB vorgenommen werden muate, gab bei volliger Oxydation ein Gemisch von Mono-und D i p h e n y l a r s i n s a u r e . Ihn zu analysieren, gelang nur unter bestimmten VorsichtsmaSregeln ; der ermittelte, infolge der Zersetzlichkeit nicht sehr sichere Arsen-Gehalt betrug 37.82 yo (ber. 36.86 yo).

Trotzdem konnte der Korper nicht das envartete Pentaphenyl-triarsin sein, denn es zeigte sich, da13 bei seiner Entstehung nur die Halfte des Diphenylchlor-arsins umgesetzt, der Rest im atherischen Filtrat wiedergefunden wurde. Danach konnte die Reaktion nur nach folgender Gleichung verlaufen sein: C6H5. ASH, + C1As(C6H5), = HC1 + (C,H,)HAS.AS (C6H5)2, und der neue Korper muBte das T r i p h e n y l -d i a r s i n sein (As ber. 39.24%). Da die Analyse so zersetzlicher Icorper bei so nahe beieinander liegenden Arsen-Gehalten keinen sicheren AufschluB geben konnte, wurde das Produkt entsprechend den Untersuchungen von Steinkopf und Schwen,) zunachst jodiert und dann der erschopfenden Jodrnethylierung unterworfen. Aus dem Verhdtnis des dabei gewonnenen Phenyl-dij od-arsins und Diinethyl-diphenylarsoniumtrijodids, das ja aus primar gebildetein Diphenyl-jod-arsin entstanden sein m d t e , ergab sich ein Verhaltnis von P h e n y l -d i j o d -a r s i n zu D i p h e n y l -j o d -a r s i n = 0.9:1, also aquimolekular, wie es nach 'der Gleichung: (C,H,), As.AsH(C,H,) + 2 J 2 = (C,H,),AsJ + C,H,.AsJ, + HJ zu envarten war. Beim Pentaphenyl-triarsin hatte das Verhaltnis I : z sein miisseu.


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