Zur Kenntnis des Lavendelöls. (3. Mitteilung). Über die Monoterpenalkohole und die in veresterter Form vorkommenden Säuren des französischen Lavendelöls
✍ Scribed by C. F. Seidel; H. Schinz; P. H. Müller
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1944
- Tongue
- German
- Weight
- 823 KB
- Volume
- 27
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Der Hauptbestandteil des ktherischen 61s von Lavandula Vera ist das Z-Linalylscetat2). Daneben kommt das Linalool in dem 0 1 auah in freier Form, sowie in geringer Xenge mit hohern Fettsauren verestert vor. Es ist schon lsnge bekannt, dass Lavendelol aueh Cetanio13) in freier und veresterter Form enthjlt. Ferner hat man freies N e r d und d-Borneo13) nachgewiesen.
Wir konnten aus dem franzijsischen Lavendelol clrei weitere zur O,,-Reihe gehorige Alkohole isolieren : Z-Lavandulo14)), d-Citronellol uncl Cuminalkohol. Citronellol konnten wir nur nach Verseifung der Ester, Cuminaikohol und Borneo1 nur in freier Form, und schliesslieh Linalool, Gcraniol, Nerol uncl Lavandulol in freiem und verestertem Zustend nachweisen. I n den Vorlaufen haben JTir n-Hexylalkohol aufgefunden.
Fur die Derivate des Cuminalkohols haben wir Sehmelzpunkte gefunden, die von den in der Literatur angegebenen erheblich sb- wichen. Es war daher zuntichst in Betracht zii ziehen, dass es sich bei item hlkohol aus Lavendelol urn ein Isomeres des Cuniinalkohola hiitte handeln konnen. 15-ir stellten zum Vergleich Cuminalkohof sowohl durch Reduktion von Cuminaldehyd v i e auch totalsynthetisch her. Beide Vergleiehssubstanzeri lieferten Derivate, die gleiche Schmelzpunkte sufwiesen wie der Alkohol :%us Lavendelol.
Verschiedene Autorenj) haben festgestellt, clash die Ester deh Lavendelols in der Hauptsache nus dcetaten beatehen. Ton hbheren Fettsziuren, die bei der Verseifung der Ester in geringer JIenge entstehen, waren bisher Butter-, Valerianund Capronsaure bekannt j). Wir heben zwar keine Butterssure, wohl aber die beiden letztgenannten SLuren ebenfalls nachmeisen k6nnen. Die C,-SGure erwies sich als die ( + )-Methyl-Gthyl-essigsiiure. Ferner isolierten wir eine lj 2. Mitt. Helv. 25, 1591 (1942). 2 j J . Bertram und H . Walbawn, J. pr. [2] 45, 590 (1892). 3, S. die Zusammenstellung bei (:ildetrwtater und Ho/jrrIattri, Dle atherischen ole. *) Dieses wurde in znei fruheren Mitt. Helv. 25, 1379, 1.592 (1942) eingehend be-6j S. die Zusammenstellung be1 G'ildemecder und Ho//>)ta?lrf. 1. C.
- dufl., Bd. 3, 659ff. (1931).
schrieben.