Zur Kenntnis des Larvenparasitismus der Thyasinae (Hydracarina), zugleich ein Beitrag über Schmarotzer der Limnobiinae (Diptera)
✍ Scribed by Dr. Paul Miinchberg
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1936
- Tongue
- English
- Weight
- 898 KB
- Volume
- 33
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-2944
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✦ Synopsis
Den Sommer 1935 verbrachte ich im Norden der Provinz Grenzmark Posen-WestpreuBen, namlich in Barkenfelde zwischen den Stadten Schlochau und Pr. Friedland. Ich setzte eifrig meine Studien uber die an Luftinsekten amphibischer Herkunft aus der Ordnung der Diptera schmarotzenden Wassermilbenlarven fort. Dabei erwies sich bei der Materialbeschaffung die HakenflieBbrdcke, uber die die Chaussee nach Pr. Friedland fuhrt, als eine wahre ,,Fundgrube". Dieser Zementbau iiberquert in einer Hohe von etwa 2-2,5 m das HakenflieO, so daB unter der Brucke auf jeder Seite ein 1-1,5 m breiter Ufersaum vorhanden ist. Als ich gelegentlich Anfang Mai das Bruckenuntere aufsuchte, stellte ich fest, daB sich hier neben diversen lichtscheuen Araneen die verschiedensten Vertreter der Nernatocera polyneura ein Stelldichein gaben, die ich in der Folge des ofteren einfing und auf Ektoparasiten aus der Ordnung der Acarina untersuchte. Von Mitte Juni ab zeigten sich auch an den Culices der Genera Anopheles, Mansonia, Culex, Theobaldia und Aedes nicht selten Arrhenurus-Larven. Von diesem Zeitpunkt an suchte ich regelmal3ig 2-bis 3mal die genannte Brucke auf, um samtliche Parasitentrager, deren ich habhaft werden konnte, zu sammeln und anschlieBend in meinem Arbeitszimmer auf Schmarotzer zu untersuchen. tfber die Morphologie und die Aufzucht der an den verschiedensten Vertreter der Culicidae beobachteten Arrhenurus-Larven wird demnachst an anderer Stelle berichtet werden. Auch meine an diversen Limnobiinen angestellten Beobachtungstatsachen iiber deren Parasiten entbehren nicht des Interesses; denn ich war in der selten gliicklichen Lage, das gesamte Wirtsmaterial von einem der besten Kenner der Tipulidae in weiterem Sinne bestimmen zu lassen, so daB wir uns jetzt uber die Wirtswahl der Larven der Hydracarinenunterfamilie der Thyasinae genauere Vorstellungen machen konnen. Ich komme daher an dieser Stelle einer besonderen Dankespflicht nach, wenn ich Herrn M. P. R i e d e l (Frankfurt/Oder) fur die sorgfaltige und gewissenhafte Bestimmung des Wirtsmaterials (hauptsachlich Limnobiinen und wenige Tipula spec.) und f u r mancherlei Ratschlage meinen aufrichtigsten Dank ausspreche. Das an den genannten Wirten gesammelte Wassermilbenlarvenmaterial habe ich, soweit es moglich war, durch Aufzucht im Aquarium zu identifizieren versucht. Wie wir spater sehen werden, schma-
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