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Zur Kenntnis des Kohlenstoffringes XIV. Die Ketone des 19-, 21- und 29-gliedrigen Kohlenstoffrings

✍ Scribed by L. Ruzieka; M. Stoll; H. Schinz


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1928
Tongue
German
Weight
472 KB
Volume
11
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Einerseits um die Grenzen der Cyclisierungsfahigkeit der Kohlenstoffkette kennen zu lernen, andererseits auch um die chemischen und verschiedene phjaikalischen Eigenschaften, wie Dichte, Molekularvolumen, Verbrennungswarme, Rontgenspektra im flussigen und festen Zustande u. a. untersuchen zu konnen, sind wir bestrebt, moglichst hochgliedrige Ringe herzustellen und d a m auch in der schori bekannten Reihe vorhandene Liicken auszufullen, soweit es die schwierige Materialbeschaffung erlaubt und die Bedurfnisse der erwghnten Forschungsrichtungen erf ordern. I n diesem Zusammenhange sind die Darstellungen des Cyclo-nonadecanons aus den1 Thoriumsalz der Octadecan-1 ) 18-dicarbonsBnre, des Cyclo-heneikosanons aus dem Yttriurnsalz der Eikosan-1 ,20-dicarbonsaure und schliesslich des Cyclo-nonakosanons ails dem Yttriumsitlz der Octakosan-l,28-dicarbonsaure versucht worden.

Die benijtigten Dicarbonsauren wurden (lurch Elektrolyse entsprechender Estersauren gewonnen. Die Ausbeuten an den gesuchten Icetonen betrugen einige Prozent, 50 dass es mit hussicht auf Erfolg versucht werden kann, auch uber den 30-gliedrigen Ring hinaus vorzudringen.

Die Konstitution des 19-und 21-gliedrigen Ketons wurrle durch Oxydation zu den normalen Dicarbonsauren mit der gleichen Zahl von Kohlenstoffatomen bewiesen. Bei dein 29-Ring wurde wegcn der Kostbarkeit des Materials darauf verzichtet, da ja die kurzlich beschriebene Rildung des 30-gliedrigen Ringes zeigte, dass die Entstehung eines solchen Ringes unter den Versuchsbediiigungen gut moglich ist. Ohrigens stimmen die Eigenschaften des 29-gliedrigen Ketons gut mit den zu erwartenden uberein.

C yclo-nonadecanon. 50 g Octadecan-1 ,lS-dicarbonsaure wuiden durcli Zusatz der herechneten blenge Natronlaugc ins Dinatriumsalz verwandelt, wobei infolge von dessen Schwerloslichkeit 8 Liter Wasser notig warcn. Das durch FFBllen rnit Thoriumnitrat gewonnene Thoriumsalz wurde zer- setzt; dabei erhielt man 20 g neutraler Produkte, die kontinuierlich von 60° (12 mm) bis gegen 260O (0,5 mm) sieden. Mit] steigendem Siedepunkt nixnmt auch die Zahflussigkeit zu. Die versehiedenen Fraktionen