Zur Kenntnis des amerikanischen Kolophoniums
β Scribed by Levy, Paul
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1926
- Weight
- 701 KB
- Volume
- 59
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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β¦ Synopsis
Levy: Zztr Kenntnis ties amerikan. Kolophoniums. [Jahrg. 59 Ace t o n -o x ales t e r u n d P h e n yl-h y d r azin. Die Kondensation des f r eien Aceton-oxalesters mit Phenyl-hydrazin wurde genau nach den Angaben von Cla'isen und Roosen20) durchgefuhrt Lind lieferte im Einklang mit den Beobachtungen dieser Forscher nur die I -P h e n yl-5 -m e t h y 1p y r a z o 1 -3 -c a r b o n s a u r e , die, wie angegebea, wasserhaltig bei 106O, wasserfrei bei 136O schmolz. Die erste Phase dieser Keaktion besteht also der Hauptsache nach in einer A n l a g e r u n g des Hydrazins an den Keto-Enol-ester. DaR es daneben in ganz untergeordneteiii MaBe auch zu einer Kondensation kommt, wurde bereits erwahnt. M a r b u r g , Chemisches Institut. 209. P a u 1 L 8 v g : Zur Kenntnis des arnerikanischen Kolophoniurns. [Aus d. Organ. Laborat. d. Techn. Hochschule zii Aadien.] (Eingegangen am 5. Mai 1926.)
Die Feststellung der Z a h l d e r A t h y l e n -B i n d u n g e n in der den
Hauptbestandteil des amerikanischen Kolophoniums bildenden Ab ie t i ns a u r e ist fur die Aufstellung der Konstitutionsformel dieser Saure von groRer Bedeutung und hat schon zahlreiche Forscher beschaftigt. Auf Grund der zuerst von mir dargestellten T e t r a h y d rox y -a b ie t i n s a u r e, C20H,,0,1) und Dihydrobrom-abietinsaure, C,oH,,Br20,2), nahm ich3) an, daR in der Abietinsaure 2 doppelte Bindungen vorkommen, was eine Zeit lang auch unbestritten war.
Neuerdings hat aber meine Auffassung den Widerspruch anderer Forscher erweckt, weil sie entweder aus dem bei der Oxydation der Abietinsaure in alkalischer Losung vermittels Kaliuinpermanganats entstehenden Sauregemisch die daraus von mir gewonnene Tetrahydrosysaure uberhaupt nicht zu isolieren vermochten, oder, wie W i en h a u s , ), der Ansicht sind, da0 ich zu meinen Versuchen nicht unveranderte Abietinsaure, wie sie im amerikanischen Kolophonium enthalten ist, sondern S i l v i n s a u r e , d. i. nach Wienh a u s durch Mineralsauren isomerisierte Abietinsaure, benutzt hatte.
Diese Vermutung von W i e n h a u s trifft indessen nicht zu, da ich und meine Mitarbeiter zu den Oxydationen stets nur Abietinsaure in Form des Natriumsalzes verwendet haben, wie solches sich bei der Einwirkung von in Alkohol gelostem Natriumalkoholat auf alkoholische Kolophonium-Losung abscheidet. Diesbezugliche nahere Angaben finden sich in meinem D. R. P. 221889.
Das so bequem darstellbare N a t r i u m -a b i e t i n a t , welches von R u z i c k a und Meyer5), wie sie ausdriicklich erwahnen, nicht erhalten werden konnte, laRt sich infolge seiner Schwerloslichkeit in Alkohol ausgezeichnet aus diesem Losungsmittel umkrystallisieren und stellt in trocknem Zustande eine schnee-weiI3e Masse dar, welche in Wasser ziemlich loslich ist. I n dieser Losung oxydierten wir das abietinsaure Natrium stets mit Kaliumpermanganat, bei welcher Operation die Gegenwart von Mineralsauren ausgeschlossen ist, $0) a. a. O., S. 278. 1) B. 42, 430j [I909]. 4) Z. R n g . 34, 256, 257 [1921j. 2, B. 40, 36j9 [ r p 7 ] . ' ) Z . a. Ch. 81, 146 [19131. 5 , Helr. S, 318 [ r g a z ] . 42) A. 424, 202 [1921]. 46) vergl. die Thielersche Diplomarbeit.
- M. 15, 637 [18g1]. 43) B. 55, 2959 [1922]. 44) B. 42, 4306 [ ~g o g j .
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