Zur Kenntnis der sauren Salze der Carbonsäuren
✍ Scribed by Pfeiffer, P.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1914
- Weight
- 740 KB
- Volume
- 47
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Man weif3 schon I h g s t , claB Monocarbousauren, trotzdem sie nur eine Carboxylgruppe besitzen, ganz allgemein die Fiihigkeit haben, saure Salze zii gebeu. Ea rnogen bisher etwa 60-70 derartige Verbindungen, in der JIauptsache siud es Eatrium-, Kalium-und ..4mmoniumsnlae, beschrieben worden seiu ; sie leiten sich 30wOhl von aliphatischen v i e nroniatischen Carbonsauren ab.
Irn Folgenden sol1 nun gezeigt werden, daB viele, gut charakterisierte, saure Salze von bIonocarbonsiiureu existieren, die als basische Komponente P y r i d i n enthalten; d m n so11 die Konstitution dieser und verwandter Verbindungen, und im -4nschlufi daran die chemische Nstur der Racemate erortert werden. a ) D i e s a u r e n S a l z e d e r C a r b o n s a u r e n m i t P y r i d i n . Lost man die Monocarhonaauren in Pyridin und IiiBt danii die Losuugen verdunsten, so erhalt man in1 allgemeinen die normalen Pyridinsalze der Formel R.COOH, Py; nur wenige Sauren, zu denen z. B. o-und m-Toluylsaure, Antbranilsiiure, o-Brombenzoesaure und Zimtsaure gelloren, krystallisieren bei gewohnlicher Temperatur aus ihrer Pyridinlosung wieder unverandert aus. Ein recht labiles Pyridinsalz leitet sich von der o -C h l o r -b e n z o e s a u r e 'ab; zu seiner Gewinnung rnuB man die Pyridinlosung der Saure auf O o abkiihlen, da sich bei gewv8bnlicher Temperatiir auch hier die freie Saure ausscheidet. Dieses Verbalten der o-Chlorbenzoesaure ist um so auffallender, als sie eine relativ hohe Affinitiitskonstante (K = 0.132) besitzt, und die vie1 schwachere m-Nitrobenzoesaure (K = 0.0345) ein bei gewohnlicher Temperatur stabiles Pyridinsalz gibt. Beirn Umkrystallisieren der nornialen Pyridinsalze aus absolutem Alkohol zeigen die einzelnen Verbindungen ein ganz verschiedenartiges Verbalten ; wiihrend die Pyridiusalze der Benzoesiure, der o-und ai-Nitrozirntsaure und der Cinnamylidenessigsaure hierbei in die freien Siiuren iibergehen, die Salze der p-Oxybenzoesaure, der 11-Nitrophenyl-essigsaure irnd der czans-Dibrornzirntsaure aber unver-Hndert bleiben, vern-andeln sich die Verbinduugen der o-, 7t1-und 1)-'-'.COOH, P y hellgelbstichige Tafeln schwach gelbe Tafeln schwach gelhe Blittchen r -\ -/ 2 !--).COOH, P y 2 .-I NOS R'OZ Schmp. 750 Schmp. 1220 Schmp. 170-2.25O N0z NO, --' . COOH, Py 2OzN.'-.COOH,Py -/ 3 ( -I .COOH,Py 2 -/ No, NO9 Cl gelbstichige Tafeln farblose Nadeln farblose, seidenglirnzende Schmp. 141 -1420 Schmp. 172O Nadeln, Schmp. 1290 2 c ) . C H C I . CHCI . COOH, P y 2 '-'. C H B r . CHBr. COOH, P y L/ farblose Prismen Schmp. 1260 2. P J r i d i ns a lz e d e r o -N i t r ob enz o e s &u r e, Cs Hc (NO2). COOH, Py und 2 CS H4 (NO2). COOH, Py. Aus der L6sung der Siiure in Pyridin: gclbe, durchsichtige Tafeln des 0.2566 g Sbst.: 10.4 ccm KOH; 0.3'263 g Sbst.: 13 2 ccm KOH. AUS der alkoholischen LBsuug des normalen Salzes: klare, hellgelbsticliige Tafeln des sauren Salzes (Probe a), die unter vorhergehendem Erweichen bei 75O schmelzen. Aus Alkohol 1HHt sich das saure Salz ohne Zersetzung umkrystallisieren (Probe b). a) 0.2418 g Sbst.: 11.50 ccni KOH; b) 0.2015 g Sbst.: 9.75 ccm KOH. normalen Salzes vom Schmp. 469
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