Zur Kenntnis der Reaktion von Plöchl. Aminocampher und Formaldehyd
✍ Scribed by H. Rupe; Fr. Buxtorf; W. Flatt
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1930
- Tongue
- German
- Weight
- 290 KB
- Volume
- 13
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Urn einen bequemeren Weg zur Rustellung von D i m e t h yla m i n o c a m p h e r (Formel I) zu finden, tler sic11 nach der Methode von Duden und Pritxkowl) nur hchwicrig aus Aminocampher darstellen lasst, versuchten wir die N-Methylierung nach Ploch12) zu verwenden, welche darauf beruht, dass man die Chlorhydrate der Amine mit Formaldehyd erhitzt. Als wir Aminocamp~ier-chlorhydrat dieser Reaktion unterwarfen, erhielten wir in reichlicher hlenge, bis zu 87% C a m p h e r c h i n o n . Diese Reaktion erschien uns hijchst seltsam, da ein derartiger Verlauf der Plochl'schen Methode bisher noch nicht hekannt war. Es war nun von grossern Iiitc~resse, den sivh hier abspielenden Vorgangen nachzugehen.
Wenn man fur diese Campherchinoiibildung, ganz ohne Vorsussetzungen, eine Bruttogleichung finden will, ohne sich zunachst urn das Schicksal der Aminogruppe zu kummern, so kommt man zu folgender Gleichung :
Wir hatten es also zweifellos mit eincm Oxydationsvorgang zu tun. Aber was ist das Oxydationsmittel ? In einer sehr hernerkenswerten Arbeit hat H . Emde3), der sich gleichzeitig und unabhgngig von uns mit der Plochl'schen Reaktion befasste, nachgcwicsen, dass sic wahrscheinlich auf einer Cannixxam'schen Reaktion beruht, wo bci ails Formaldehyd Methylalkohol und Ameisensaure entstehen. Die Methylierung der Aminogruppe kann dann so vor sich gehen, dass aim dem Methylalkohol hlethylchlorid sich bildet, oder durch EIjrdrierung einer intermediar entstandenen Xchiff'schen Base. Danacli konnte das Oxydationsmittel in unserem Fall Ameisensaure gewesen sein, und tatsiichlich konnte Ameisensaure unter den Reaktionsprodu k t m nachgewiesen werden.
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