𝔖 Bobbio Scriptorium
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Zur Kenntnis der Phosphate und Arsenate

✍ Scribed by Fritz Ephraim; Carlo Rossetti


Book ID
102852647
Publisher
John Wiley and Sons
Year
1929
Tongue
German
Weight
605 KB
Volume
12
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Der Analytiker kennt die Fallungen. der Schwermetallphosphate und -arsenate aus wassriger Losung meist als amorphe, voluminose Massen. Diese Korperklasse kann aber, wie fur einzelne Beispiele bereits bekannt, auch g u t k r y s t a l l i s i e r t erhalten werden. Wir haben im folgenden dargetan, dass diese krystallisierten Formen sich mit Vorliebe bilden, wenn die Abscheidung der festen Phosphate (Arsenate) langsamer vor sich geht, als etwa bei der direkten Ballung aus zwei wassrigen L6sungen. Solche langsamen Abscheidungen erreicht man entweder durch Erwarmen der Losungen saurerer Phosphate (Arsenate), wobei sich basischere Salze abscheiden und der Uberschuss der Saure in Losung bleibt, oder indem man durch Einwirkung von Phosphorsaure auf f es t e s Metallcarbonat dafur sorgt, dass die Metallionen nur a l l m a h l i c h n a c h g e l i e f e r t werden konnen. Letztere Methode fuhrt in fast allen Fallen zu grobkrystallinen Salzen. Beim Berylliumphosphat war zwar zunachst an der krystallinen Struktur zu zweifeln. Da sich aber analog zusammengesetzte, schon krystallisierte Beryllium a r s e n a t e gewinnen liessen, so kann wohl auch hier auf Krystallstruktur der Phosphate geschlossen werden. Schleimige Beschaffenheit besitzen so dargestellte Phosphate und Arsenate niemals.

I m folgenden pird mitgeteilt, w el che schwerloslichen Phosphate und Arsenate von Kupfer, Cadmium, Kobalt, Nickel, Mangan und Beryllium auf nassem Wege erhaltlich sind. Eine Anzahl fruher beschriebener Salze wurde als nicht bestehend erkannt, wahrend eine Anzahl neuer Verbindungen aufgefunden wurde. Die Existenzgebiete der schwerloslichen Salae in Mutterlaugen mechselnden Sauregrades wurden mehrfach umgrenzt, der automatische Zerfall eines Niederschlages unter Bildung basischeren Salzes und saurerer Mutterlauge, der friiher nicht immer genugend beachtet war, wurde stets bis zu Ende verfollgt.

Unter diesen krystallisierten Salzen nehmen die ,,basischen", die in nicht geringer Zahl vorkommen, besonderes Interesse in Anspruch.


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## Abstract In der technischen Phosphatschlacke Thomasphosphat sind sehr geringe Fluor‐Mengen enthalten, welche die Löslichkeit der Phosphorsäure nicht beeinträchtigen. Neben Fluor spielt die Kieselsäure für die Lösungsgeschwindigkeit der Phosphorsäure eine wichtige Rolle. Geringer Fluor‐ und hoher