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Zur Kenntnis der o-Aminobenzolsulfosäure (Orthanilsäure)

✍ Scribed by Hans Eduard Fierz; Emil Schlittler; Hans Waldmann


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1929
Tongue
German
Weight
541 KB
Volume
12
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


J . Obermillerl) hat in dem D. R. P. 281176 gezeigt, dass bei der Xtrierung der Benzolmonosulfosaure bei ungefahr looo und folgender Reduktion ein Gemisch der drei von der Theorie geforderten isomeren Anilinsulfosauren entsteht und es ist dort auseinandergesetzt, wie man fnittels der Magnesiumsalze eine befriedigende Trennuiig dieser Sauren bewirkt. Es wurde nun gefunden, dass man an Stelle der von Qbermiller verwendeten Magnesiumsalze vorteilhaft die Ferrosalze verwendet, weil sich besonders die m-Nitrobenzolsulfosaure durch ein recht schwerloslichcs Ferrosalz auszeichnet. Die o-Kitrobenzolsulfosaure ist auch in diesem Falle die am leichtesten losliche, so dass sie aus der Mutterlauge leicht rein erhalten werden kann, wie im Versuchsteil gezeigt wird.

Diese Methode ist insofern nicht ganz befriedigend, als man nebeii der gewunschten o-Saure in uberwiegendem Ptlasse die m-und die p-Siiure erhalt, die im Laboratorium nur schwer vollkommen zu trennen sind. Es wurden daher die anderen bekannten Methoden zur Gewinnung der o-Aminobenzolsulfosaure einer genaueren Prufung unterzogen uncl gefunden, dass sich fur Laboratoriumszwecke die Darstellung iiber das o-Nitrochlorbenzol am besten eignet.

Die hier beschriebene Reaktionsfolge ist schon von vielen Seiten untersucht worden, aher die hier erhaltenen Ergcbnisse zeigen, dass unter bestimmten Bedingungen sehr hefriedigende Ansheuten erhalten werden, so dass auch die Methode uber das o-Xitrochlorbenzol als durchaus praktisch bezeichnet werden darf.

Die Umwandlung des o-Nitrochlorbenzols in das o , 0'-Dinitrodiphenyl-disulfid verlauft recht glatt. Sie ist yon Hermann Hauser 2, auch zur Gewiniiung der neuen 2-(Aminophenyl) -benzthiazole verwendet worden.

Bei der Behandlung dieses Dinitro-disulfides mit Chlor, in Abwesenheit eines Losungsmittels, inkbesonders von Wasser, entsteht das schon ~7on Zincke und Paw 3, beschriebene Chlorschwefelderivat der Formel 1. Wenn man nun dieses Produkt in Gegenwart Ton Wasser weiter mit Chlor behandelt, so entsteht in ausgezeichneter Ausbeute das bekannte o-Nitrobenzolsulfochlorid 4 ) , Formel 11. Zuin gleichen l) Frdl. 12, 1%; Obermiller, J. pr. [a] 89, 70 (1914). 2, Hauser, Helv. I I, 198 (1928). 3, Zincke und Fnw, A. 391, 64 (191 2) (0-Nitropheny!schm-efelchlorid). 4 , Limpricht, A. 177, 77 (0-n'itrosulfochlorid) ; 78 (0-Kitrosulfamid) (1875).


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HOC,H, \_ j (CICH,CH,O)zP-OC,H~ 0 Na I1 1v -C,H,O-P(ONa), + 2 NaCl t-2 CH,=CH, Das ithglphosphat wird in guter Ausbeute uher das schwerloslichc Caoder Ba-Salz rein erhalten. I n der Mutterlauge 1al3t Rich Iispierchromatogra~)liisch ein starker lipophiles Phosphat nachweisen; es handelt sich wahrsche