Zur Kenntnis der Krötengiftstoffe. X. Die Konstitution des Bufothionins
✍ Scribed by Wieland, Heinrich ;Wieland, Theodor
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1937
- Weight
- 578 KB
- Volume
- 528
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Der verbreitetste, im Hautsekret der meisten untersuchten Kroten aufgefundene basische Giftstoff, das Bufo- tenin C,,H,,ON, ist als 5-Oxy-N-dimethyl-tryptamin (I) erkannt worden. Sein haufiger Begleiter, das Bufotenidin erwies sich als sein Methylbetain'). Fur eine dritte Base, die in Bindung mit Schwefelsaure vorkommt und die als Bufothionin bezeichnet wurde, steht die Konstitutionsermittlung noch aus. Sie ist zuerst aus dem Hautsekret einer japanischen Krote, von Bnfo gama, isoliert worden 2). Spater hat man sie such in der siidamerikanischen Art Bufo arenarum a~fgefunden~), und wir verdanken Prof. V. D e u l o f e u in Buenos Aires das reichliche Material, das die Ausfiihrung der vorliegenden Untersuchung erlaubte. In der Zwischenzeit haben J e n s e n und Chen') Bufothionin auch im Hautsekret von Bufo marinus und in der chinesischen Droge Chad Su (Senso) aufgefnnden.
Bufothionin ist eine vollkommen neutrale Substanz, die sich weder i n Sauren noch in Alkalien lost und auch geringe Loslichkeit in Wasser besitzt. Schon beim kurzen Erwarmen mit verdiinnten Mineralsauren, nicht aber mit l) A. 618, 1 (1934). Andere Basen aus exotischen Kroten, die von J e n s e n u. C h e n isoliert und als andersartige Verbindungen angesehen wurden, eind jetet von den gleichen Autoren [J. biol. Chem. 116, 86 (1936)l im Einklang mit unsrer Annahme (a. 8. O., S. 8) als identiech rnit Bufotenin bzw. Bufotenidin erkannt worden.
3 H. W i e l a n d u. F.Vocke, A. 481, 216 (1930). *) EL W i e l a n d , W. K o n z u. H. M i t t a s c h , A. 613, 1 (1934).
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