Zur Kenntnis der Erythrophleum-Alkaloide. (4. Mitteilung). Coumingin, ein krystallisiertes Alkaloid aus der Rinde von Erythrophleum Couminga (H. Baillon) und seine Beziehung zum Cassain
โ Scribed by L. Ruzicka; G. Dalma; W. E. Scott
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1941
- Tongue
- German
- Weight
- 945 KB
- Volume
- 24
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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โฆ Synopsis
In den vorhergehenden2) Mitteilungen dieser ltieihe ist uber das Cassain und das Cassaidin, zwei krystallisierte Alkaloide aus der Rinde von E r . G u i n e e n s e (G. Don) berichtet worden, wiihrend das C o u m i n g i n , welches der eine von uns3) vor e,twa tlrei Jahren, ebenfalls in krystallisierter Form aus der Rinde von Er. C o u m i n g a ( H . BuiZZon) isoliert hat, den Gegenstand der vorliegenden Arbeit bildet,. E r . Couminga ist bisher vie1 weniger untersucht worden als E r . Guineense, obw-oh1 es nahe lag, aus seiner erheblichen Giftigkeit auf die hohe plrysiologische Aktivitat der darin enthaltenen Alkaloide zu schliessen. Dieser stattliche Bainn, der eine Hohe von 20-30 m bei einem Stamnidurchmesser yon 40 bis 70 ern erreichen kann, ist erstmals von H . Rnillon im Jahre 18714) beschrieben worden. Die auf Madagaskar und den Seychellen-Inseln heimischn Erythrophleumart wurde in Anlehnung an die Ikzeichnung durch die Eingeborenen, die je nach der Gegend Couminga, Comanga, Ciminpa oder ahnlich lautet, benannt. Alle Pflanzenteile scheinen sehr giftig zu sein, und es heisst,, dass weidende Tiere haufig den Blattern zum Opfer fallen. Die Rinde des Baumes ist sehr hart, etwa 2 em dick, von zimtbrauner Farbe, innen ziemlich glatt und tragt eine recht starke und grobe Borke. Reim Mahlen der Droge ist grosste Vorsicht geboten, da das Pulver heftig zum Niesen reizt und die Schleimhaute stark und ,nachhaltig angreift. Wir konneri die Angaben der Literatur dahingehend bestatigen, dass unvorsichtiges .4rbeiten unter Unistanden tagelang anhaltenden Nasenkatarrh, Rotung und Anschwdlen der Augen, Seh - storungen und sogar Fieber zur Folge haben kann. Am besten schiitzt man sich bei allen Manipulationen mit diesem R'indenpulver durch den Gebrauch einer Gasmaske. Ahnlich wie bei den Extrakten von E r . Guineense beobachtet man auch beim Er. Courninga eine typisch digitalisartige Herzwirkung, Lahmung des Atomzentrums, unwiderstehlichen Brechreiz, Durchfall mit blutigen Entleerungen, Dyspnoe, Distaqmus, klonische und tonische Krampfe, Zittern der Extremitaten, Kopfschmerzen und Triibung des Sensoriums ; nur tritt im Falle des Coumingarinden-Extraktes das Vergiftungsbild noch eindrucksvoller in Erscheinung. GuZZois und Hardy haben als erste im Jahre 18765) in einem Blatte und einer Frucht des Er. C o u m i n g a die Anwesenheit eines Alkaloids festgestellt, das in seinem physiologischen Verhalten dem Erythrophlein sehr ahnlich x-ar.
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