Zur Kenntnis der biologischen Wasserbeurteilung. Ein Sammelbericht
✍ Scribed by Dr. Margarete Zuelzer
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1908
- Tongue
- English
- Weight
- 480 KB
- Volume
- 1
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-2944
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✦ Synopsis
WBhrend bis vor etwa zehn Jahren zur Beurteilung des Wassers vorwiegend die chemische und bskteriologische Wasseranalyse inallgebend war, hat sich im Laufe der letzten Jahre auch die biologische Wasseranalyse zu einem selbstandigen Wissenszweige entwickelt, und die Bedeutung der Fauna und Flora fur die Beurteilung des Wassers hat sich immer inehr Bahn gebrochen.
Aus dcn chemischen und bakteriologischen Befunden limn oft auf die Beschaffenheit des Wassers geschlossen werden. Diese Methoden versagen jedoch in vielen Fallen, TVO es sich urn hochmolekulare organische Verbindungen, besonders stickstoffhdtige, handelt, die gelost im Wasser vorhanden sind und der chemischen Analyse Schwierigkeiten entgegenstellen. Diese gerade sind es nun, welche die Nahrstoffe vieler Organismen darstellen. Sind die Organismen eines Wassers bekannt, so lallt sich aus deren Zusammensetzung der jeweilige Zustand des Wassers ahlesen.
Bereits in den siebziger Jahren zog Cohn (1) aus dem Vorkommen gewisser Organismen bestimmte Schliisse aiif den Reinheits-resp. Verunreinigungsgrad des W'assers. Die erste Zusammenfassung einer mikroskopischen Wasseranalyse verdanken tvir Mez (16), doch besclcankte er sich nur auf die mikroskopischen Formen. Fore1 (3) hatte bereits in seiner limnologischen Monographie des Genfer Sees auf die Beziehungen der verschiedenen Tiere und Pflanzen, niclit nur der mikroskopischen, hingewiesen; derjenige, welcher allein die mikroskopischen Beh n d e zur husdeutung eines Wassers benutzen will, wird darnit gewiB nicht immer auskommen. bilden sich reichhaltige Lebensgemeinschaften , deneii diese Stoffe zur Nahrung dienen.
Es werden durch die Tatigkeit besonders von Bakterien und Pilzen, welche aus fiiulnisfahigen organischen Verbindungen ihre Leibessubstanz aufzubauen imstande sind, diese minerdisiert, d. h. in Ammoniak, Schwefelwasserstoff, Kohlensaure und Wasser ubergefiihrt. Zuerst beginnen verschiedene Faulnisbakterien, oft unter ihnen S a r c i n a p a l u d o s a , ilire Arbeit. Bald treten, besonders im Abwasser flieBender GewBsser , 8 p h a e r o t i l u s n a t a n s , C l a d o t hr i x d i c h o t o m a ,
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