Zur Kenntnis aromatischer Arsenverbindungen. VIII. Über einige Reduktionsprodukte der 2.4- Dinitrophenyl-arsinsäure und eine große Klasse von neuen Carbaminsäure-Derivaten
✍ Scribed by Karrer, P.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1914
- Weight
- 425 KB
- Volume
- 47
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
spricht nun zweifelsohne dar bisher hir Triphenylchlormethan angenommenen Strukturformel Ia, und nach einer die nlchsten Zeilcn fillenden Begrindong I. (CsH&.C.Cl 111. (CgHs'zC. . /=y =/ c1 ~D a s g e l b e Triphenylchlormethan entspricht also dcr Formel 111, und dae zweiwertige Kohlenstoffatom hat basischen Charakters (Formel I1 ist eine jetzt verlassene Formel des Triphenylmethyls). Wir haben lerner in derselben Arbeit die Frrge diskutiert, aob die gelbe chinoide Form des Triphenylchlormethans die Stammsubstanz der Triphenylmethan-Farbstoffe seia und sie dahin beantwortet, dab .die chromophore Atomgriippe des Fuchsins und jhnlicber Farbstoffe demnach anscheinend nicht identisch sei mit der chroinophoren Gruppe, aelche die g e l b e Farbe der schwefelsauren Fachsinresp. Triphenyl-carbinol-L~sungen bedingtr. Die definitive Antwort auf diese Frage kann nur durch ein eingehendes Stadium der Absorptions-Spektra erhalten werden, welches hoffentlich bald durcbgefiihrt werdcn kann. Lausanne, 21. J u n i 1914, Chem. Univcrsitats-Laboratorium. 323. P. Karrer: Zur Kenntnis aromatiecher Arsenverbindungen l). VIII. ober einige Reduktionsprodukte der 2.4 .Dinitrophenyl-arsinsaure und eine groSe Klaese von neuen Carbaminsilure-Derivaten. [Aus der Chem. Abreilung des G e o r g -S p e y e r -H a u s e s , Frankfurt a. hi.] (Eingegangen am 30. Juni 1914.) In der vorliegenden Abhandlung sol1 iiber einige Reduktionsprodukte der 2.4-Dinitrophenyl-arsinsHune berichtet werden, die z. T. auf Veranlassung von Excellenz E h r l i c h hergestellt wurden und in mehrfacher Hinsicht interessante Resultate ergeben haben. Die Saure ') kann auf verschiedene Weise reduziert werden: einmal so, daB die FLedukiion nur die Arsingruppe angreift und die Nitrogruppen intakt IaBt, dann aber auch umgekehrt, da13 nur Reduktion der Nitrogruppen erfolgt, und endlich kann die Reduktion durchgreifend sein, so daB sowohl Arsenrest als auch Nitrogruppen reduziert werden. Es sind desbalb folgende Hauptreduktionsprodukte denkbxr $). I ) VII. Mitteilong 6. B. 47, 1783 [1914]. 2) Die 2.4-Dinitrophenyl-arsins6ure wurde von Dr. L. Ben d a hergestellt, und ihre Darstellung ist in dem D. R.-P. 266944 beschrieben. Hm. Dr. Ben da bin ich f i r die Uberlassung einer grBBeren Menge von dieser Substanz ZQ gr6Btem Dank verpflichtet.
- Die verschiedenen miiglichen Nitraminoverbindungen sollen hier nicbt erw a h ot werden.