Zur Kasuistik der Luxationsfrakturen des Hüftgelenkes
✍ Scribed by R. Bernbeck; L. Lehmann
- Publisher
- Springer
- Year
- 1965
- Tongue
- English
- Weight
- 183 KB
- Volume
- 58
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Die traumatische H/iftluxation und insbesondere auch die Htiftluxationsfraktur wird mit der zunehmenden Motorisierung des StraBenverkehrs immer h/~ufiger beobaehtet. Als Sitzstauehungsfraktur ist sie bei Autounfgllen eine typisehe Verletzungsfolge. Dureh Anstemmen des gestreckten Beines im Fugraum des Autos oder dureh Anschlag des Kniegelenkes gegen das Armaturenbrett wird die Gewalt des Aufpralls direkt auf das Hfiftgelenk fibertragen. Je nach StoBrichtung, in Beuge-, Abduktions-oder Adduktionsriehtung und gleichzeitiger ttebel-oder Drehsituation des H/iftgelenkes kommt es dann zu einer Zerreil~ung des Kapsel-Bandapparates mit Dislokation des I-I/iftkopfes aus der Pfanne, also zur Verrenkung oder aber, wesentlich h/~ufiger, zur Luxationsfraktur mit Absprengung eines meist hinteren oberen Pfannenrandsektors, zu einem Pfannenbodenbrueh mit der schwersten Dislokation einer zentralen Luxation in die Beekenh6hle.
Im vorliegenden Falle war auch eine Autokollision Ursache der hinteren oberen Luxationsfraktur. Der 41jghrige alkoholisierte Polizist-allerdings nieht im Diens~, sondern auf fr6hlieher Privatfahrt --war bei Sehneegl/~tte mit seinem PKW ins Sehleudern geraten. Er stemmte sein reehtes Bein auf die Bremse und prallte gegen eine Mauer. Der Unfallmeehanismus war aueh hier eine typisehe Sitzstauchungsfraktur. Die Gewalt des Aufpralls fibertrug sieh bei gestreektem Kniegelenk direkt auf die Htifte und es wurde nieht wie fiblich ein hinterer oder oberer Pfannensektor abgesprengt --das Aeetabulum blieb also intakt --, sondern es wurde ein medio-eaudales Kopffragment yore Pfannendach gleiehsam abgemeigelt (Abb. 1).
Bei dem sofort erfolgten I~epositionsman6ver in Vollnarkose und mit Muskelrelaxantien wurde ein deutliches Knochenkrachen gehSrt.
Abb. 2 zeigt die Skeletsituation bei l~bernahme in unsere Behandlung. Es war bei dem Repositionsversueh der laterale Kopfanteil ebenfalls abgebroehen, so dab ein Kopf-Stiiekbrueh bei einer medialen Sehenkelhalsfraktur bestand. Nun war die therapeutisehe Indikation angesiehts der ungewShnliehen Skeletsituation zu stellen :
B6~LE~ hatte 1962 auf dem Orthop/iden-Kongrel~ in Mtinchen einen nahezu identisehen Fall demonstriert, bei dem eine prim/~re Arthrodese durchgef/ihrt worden war aus der Uberzeugung, dab bei einem Jugendliehen primgre Schmerz-* Herrn Professor Dr. reed. Dr. h. e. G]~ox~G tIo~MAgN zum 85. Geburtstag.
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