𝔖 Bobbio Scriptorium
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Zur Identifizierung des fetalen H�moglobins

✍ Scribed by K�nzer, Wilhelm


Book ID
104774311
Publisher
Springer-Verlag
Year
1953
Weight
519 KB
Volume
73
Category
Article
ISSN
0044-2917

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✦ Synopsis


Bisher gulf es als feststehend, dal~ der Blut/arbsto// des Menschen selbst bei schweren Blutkrankheiten keine physi/calisch-chemischen Ver-~tnderungen aufweis~. Diese Ansicht wurde jedoch in jfingster Zeit durch grundsi~tzlich neue Beftmde erschiittert. Ausgangspunkt w~ren die Feststellungen yon P~VLI~G und Mitarbeiter ~ im Jahre 1949, dab sich das ttb yon Patienten mit SichelzellenanSmie elektrophoretisch yore normalen Hb unterscheidet. SI~GE~ und Mitarbeiter 2 priiften daraufhin (1951) mittels der Al/calidenaturierung den Blutfarbstoff verschiedener An~mien (Sichelzellen-, Mediterrean-, Kugelzellenanamie, Perniciosa, akute und chronische Leukamie) und fanden al/caliresistente (~bnorme) Hb-S0rten. Unabhangig yon diesen Beobachtungen zeigten eigene Untersuchungen s, dal~ bei 16 Kindern mit schweren An~tmien verschiedener Genese ebenfalls alkaliresistentes Hb vorhanden war. Auf Grund dieser Beobachtungen erlangt die Frage der Di//eren-zie~'ung Yon alkaliresistenten Hb-Fraktionen erhebliche Bedeutung. Bisher mu~te in den eigellen Untersuchungen a omen bleiben, ob die alkaliresi. stenten Hb-Fraktionen aus ]etalem Hb oder anderen (pathologischen) I-Ib-Typen bestanden. An sich sind zur Charakterisierung yon I-Ib-Sortell verschiedene ~Sglichkeiten vorhanden, beispielsweise kSnnell elektrophoretische 4, spektrophotometrische 5, kristallogr~phische 6, immunbiologische 7 Eigenschaf~en des Blutfarbstoffes benutzt ~-erden; andererseits zeigert konzelltrierte LSsungen vo~ reduziertem Sichelzellen-Hb typische physiko-chemische Phanomene (characteristic ~actoid artd gel formation), welche mit dem Phase~xkontr~stmikroskop sichtbar sind s. Die genannten Methoden sind jedoch entweder rech$ komplizier~ oder zur Erfassung ldeiner I~b-~enger~ -auf die es bier besonders ankommt --wenig geeignet. Bei dieser Sachlage ist das Verfahren der Alkalidenaturierung yon gro~em Were, das mit rel~tiv geringem Aufw~nd und doch hoher Empfindlichkeit eine Differenzierung der Blutfarbstoff-~asrtistung ermSglicht. * Meinem hoch~-erehr~en Lehrer, Herr~ Prof. ~InTSC~nL, zum 75. Geburtstag gewidmet. ** Mi~ danksnswerter Unterstfi~zung der Deutschen Forsckungsgemeinschaft.


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