Zur Geschichte des Chinidins und Cinchonidins und Normirung der Nomenclatur dieser Chinaalkaloïde durch den chinologischen Congress in Amsterdam (13. April 1877)
✍ Scribed by Dr. G. Kerner
- Book ID
- 102644057
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1880
- Tongue
- English
- Weight
- 744 KB
- Volume
- 216
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
Chinidins und Ciuchonidins etc. 25'3 aus allen einfach und doppelt brechenden Stoffen. Bei ersteren sind dieselben aus oben genannten Griinden im Polarisationsapparate nicht sichtbar, bei den doppel t brechenden erscheinen sie aber, weil beide Strahlen diese Farben zeigen, der abgelenkte wie der den Analysator treffende. Beim Umdrehen des Anal ysators oder Yolarisators oder des Objectes selber geht die Farbe in eine andere iiber, erreicht jene 1800, allemal in die Complementarfarbe. Blattchen von gleichmiissiger Dicke zeigen gleichzeitig nur eine Parbe, jede Abweichnng von jener bewirkt eine andere Farbung. Prachtvolle Bilder in allen prismatischen Parben erhalt man beim Krystallisiren von doppelt brechenden Stoffen durch Verdunsten aus Losungen auf Objecttragern (Kaliumchlorat, Salicin , Hippursaure) und beim Betrachten vieler organischer Gebilde von zarter Structur. Durch in bestimmten Richtungen zu ihren Axen geschlitFene Krystallblattchen erhalt man Farben in gewissen kreisformigen oder elliptischen Figuren , welche sich bei einaxigen Kry stallen wesentlich andere verhalten als bei zweiaxigen. An den Stellen, welche den Elasticitiitsverhaltniseen entsprechend keine interferirende Strahlen durchlassen, sind die farbigen Bilder von Zonen in Gestalt von symmetrischen Kreuzen oder Curven durchbrochen. Bei parallelen Nicol'schen Prismen erwheinen dieselben durchsichtig farbloe, bei gekreuzten schwarz. Viele organische Gebilde zeigen diese Zonen gleichfalls in charakteristischer Form, z. B. die Sthrkemehlarten. Das Nahere hieriiber muss dem Fachstudium iiberlassen bleiben.