Zur Frage nach der Stereochemie des dreiwertigen Arsens, II. Mitteil.: Darstellung vono-,m-,p-[Methyl-phenyl-arsino]-benzoesäuren und Versuche zu ihrer Spaltung in die optisch-aktiven Komponenten
✍ Scribed by Kamai, Gilm
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1935
- Weight
- 359 KB
- Volume
- 68
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft. 9. Oktober. 1935, Nr. 10. -Abteilung B (Abhandlungen) -372. G i l m Kamai: Zur Frage nach der Stereochemie des dreiwertigen Arsens, 11. Mitteil. : Darstellung von o-, nz-, p-[Methylphenyl-arsinol-benzoesauren und Versuche zu ihrer Spaltung in die optisch-aktiven Komponenten. iAus d. Organ.-chem. Laborat. d. Chem.-technolog. Kirow-Instituts zu Kasan.] (Eingegangen am 23. Juli 1935.) Wie ich in meiner ersten Mitteilungl) erwahnte, werden gegenwartig zahlreiche Arbeiten der Erforschung der S t e r e o c h e m i e d e s a s y m m e t r is c h e n 3 -w e r t i g e n S t i c k s t o f f s gewidmet. Dennoch ist es, angefangen mit den Arbeiten von L a d e n b u r g z ) und Wolffenstein3) und schliel3end mit den hervorragenden Untersuchungen von Pope4) und M e i ~e n h e i m e r ~) , im Lauf e von 40 Jahren nicht gelungen, die asymmetrischen Stickstoff-Verbindungen in optische Antipoden zu spalten. Die von St. Gibsons) 1928 dargestellten optischen Isomeren, die durch die raumliche Struktur des 3-wertigen Stickstoffs erklart wurden, sind experimentell nicht geniigend gesichert und gewahren nicht die Moglichkeit weiterer Folgerungen.
Diese Unmoglichkeit, optisch-aktive Antipoden zu isolieren, steht scheinbar nicht mit der Instabilitat der Gleichgewichtslage, sondern mit einer gewissen Beweglichkeit der 3 Substituenten beim Stickstoffatom im Zusammenhang. Ferner mii13te man, wenn auch eine Zerlegung in diastereomere Schicht en gelingen sollte, bei weiterer Abspaltung optischer Basen oder Sauren zweifellos auf eine Racemisierung stol3en.
Mir schien es, dal3 die t e r t i a r e n Arsine weniger widerstandsfahig als die Stickstoff-Verbindungen sein sollten und es leichter sein m a t e , sie in l) G.