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Zur Frage der Struktur der Chrom-phenyl-Verbindungen. Über Aromatenkomplexe von Metallen VI

✍ Scribed by Fischer, E. Otto ;Seus, Dietlinde


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1956
Tongue
English
Weight
437 KB
Volume
89
Category
Article
ISSN
0009-2940

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✦ Synopsis


Fischer, Seus 1809 269. E. Otto Fiseher und Dietlinde Seus: Zur Frage der Struktur der Chrom-phenyl-Verbindungen. Uber Aromatenkomplexe von Metallen VF) [Aus dem Anorganisch-Chemischen Laboratorium der Technischen Hochschule Miinchen] (Eingegangen am 8. Februar 1956) Professor F r a n z He i n in auirichtiger Verehmng ge&dm.et Es wird iiber die Darstellung von orangem Bis-diphenyl-chrom(1)jodid [Cr(C,,H,-C,H,),]J aus Diphenyl und CrC13 mittels reduzierender Friedel-Crafts-Synthese und nachfolgender Ausfiillung des dabei entstehenden [Cr(C,H,-C,H,)2]@-Kations als Jodid berichtet. E n Vergleich mit einem nach dem H e i n schen Verfahren der Grignardierung von CrcI, mit C,H,MgBr hergestellten Tetraphenylchromjdid Cr(C,H,), J zeigt im Magnetismus, der Lichtabsorption, der Rontgenabsorptionskante sowie dem Infrarotspektrum Identitiit der beiden Verbindungen. Hiemus folgt, daD die Chromphenylverbindungen als Aromatenkomplexe in der Art des Cr(C,,H& aufiufassen sind. Eine vor einiger %it von Zei s s vorgeschlagene Deutung dieser Art findet damit ihre Bestatigung. Im AnschluB an die Entdeckung des Cr(C,€&)22) war von uns sehr bald begonnen worden, die Anwendbarkeit der hierfiir entwickelten ,,reduzierenden Friedel-Crafts-Synthese" auch auf substituierte Aromaten zu uberpriifen. Eine zugleich noch in anderer Hinsicht besonders interessante Problemstellung lag im Falle des Diphenyls als Komplexligand vor.

In einer klassischen Reihe schwierigster Untersuchungen haben in den Jahren seit 1919 Hein und Mitarbb. eine groBe Zahl von Chromphenylverbindungen des Typs Cr(C,H,),X (n=3,4,5) (X = Anionen verschiedenster Art wie Jodid, Anthranilat, Hydroxyd usw.) dargestellta). Daneben komten von ihnen auch die ungeladenen ,,Radika,le" Cr(C6H5), und Cr(C,H,), erhalten werden. Magnetische Untersuchungen an verschiedenen Verbindungen vom Typ Cr(C6H5),X mit untersehiedlicher Zahl der Phenylreste hatten dabei ubereinstimmend stets die Anwesenheit eines ungepmrten Elektrons ergeben4).

Dies fiihrte seinerzeit zu dem Vorschlag, die Anwesenheit von Chrom(V) darin anzunehmen. Eine allseits befriedigende Deutung, insbesondere der sterischen Verhiiltnisse, lie0 sich jedoch niemals geben. Die Existenz echter metallorganischer o-Bindungen zwischen dem Obergangsmetall und Phenyl-bzw. Diphenylresten wurde indessen ziemlich allgemein angenommen.

In jungster Zeit hatte nun die nach der Entdeckung des Fe(C,H,)25) rasch einsetzende Entwicklung der Chemie der Cyclopentadienylmetallkomplexe bald zu einer eingehenden Diskussion der Bindungsverhiiltnisse derselben gel) V. Mitteil.: E. 0. Fischer u. H.-O.Stah1, Chem. Bor. 89,1805 [1956]; voranatehend. 2) E. 0. F i s c h e r u. W. H a f n e r , Z. Naturforsch. lob, 665 [1955]. 3, Fr. Hein, Ber. dtsch. chem. Ges. 62,195 [1919], und zahlreiche folgende Arbeiten.

  1. W. Klemm u. A. Neuber, Z. anorg. allg. Chem. 227,261 [1936]. 5) a) S. A. Miller, J. A. T e b b o t h u . J. F. Tremaine, J. chem. SOC. [London] 1962, 632; b) T. J -K e a l y u. P. L. P a u l s o n , Nature [London] 168,1039 [1961]. G ) E. 0. Vischer 11. W. Pfab, Z. Naturforsch. 7b, 377 [1952]. :) E. R u c h u. E. 0. Fischer, Z. Naturforsch. 7 b , 676 119521; .E. Riich, S.-B. math.natorwiss. XI. bayer. Akad. M'iss. Miinohen 1954, Sonderdruck Nr. 20.

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## Abstract Für die Acetylierung des Toluol‐chrom‐tricarbonyls wurde bei 25° als Isomerenverteilung __o:m:p__ = 39:15:46 gefunden. Eine Deutung – insbesondere des hohen __ortho__‐Anteils – Wird auf der Grundlage der Bindungstheorie versucht. __o__‐und __p__‐ Methyl‐acetophenon‐chrom‐tricarbonyl wer