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Zur Frage der Scharlach�tiologie

✍ Scribed by Roller-Gusinde, R.


Publisher
Springer-Verlag
Year
1953
Weight
585 KB
Volume
73
Category
Article
ISSN
0044-2917

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✦ Synopsis


Die Unklarheiten, die immer noeh tiber die Genese des Scharlachs bestehen, konnten dureh die verschiedenen Arbeiter~ der letzten Jahre zwar noch nicht beseitigt werden, jedoeh fiihrten diese Forsehungen zu Ergebnissen, die anregend ffir weitere Untersuehungen sind.

Auf die s

Literatur soll hier nieht eingegangen werden. Sie isg mehrfaeh ausfiihrlieh zusammengestellt worden (JUNGEBLUT, SCHMIDT), und in jiingster Zeit hat BI~e~L eine umfassende i)bersieht fiber die verschiedenen Ansiehten, die die Scharlachatiologie betreffen, gegeben. Er hat das Verdienst, nach langerer Pause das Problem wieder aufgegriffen zu haben. !Viit seiner besteehenden Hypothese yon der Umwandlung banaler Streptokokken in Scharlachstreptokokken dureh den EinfluB eines Virus versuchte er die widersprechenden Tatsachen, die sowohl eine Streptokokken-als auch eine Virusatiologie des Schar]aehs nahe-]egen, zu vereinigen.

Er nimmt an, dab dieses Virus n~ch Art der Bakteriophagen ,,banale '~, ,,asc~rlatinogene" oder ,,pyogene" Streptokokken bef~illt und diese zur Bildung des erythrogenen Toxins, des Dick-Toxins, ~rffegt, das ffir die ,,scar]atinogenen" Streptokokken eharakteristisch sein soil. Dabei wird allerdings nicht erlautert, welehe Eigensch~ften pyogenen Streptokokken zukommen miissen, denn der Naehweis des lVIange]s an erythrogenem Toxin laI3t noch keine Schliisse auf das Vorhandensein der iibrigen Toxine und Fermente zu, die die Pathogenitat der hi~molysierenden Streptokokken ausmachen, sondern er kSnnte ebenso das Zeichen der Avirulenz sein.

AN Beweis fiir seine Theorie f/ihrte BtNeEL seine Versuche an, bei denener Kulturen yon asearl~tinogenen Streptokokken mit geringen Mengen eines bakterienfreien Scharlachstreptokokkenfiltrates (0,1 cm 3 auf 10 cm 3 Bonillonkultur) versetzte, das das sog. Scharlachvirus enthalten sollte, diese Kulturen 2 Tage lang bebriitete, keimfrei fi]trierte und bei der IIauttestung an diekpositiven Personen nachwies, daG die sekundar scarlatinogen gemachten Streptokokken ebenfalls die Fahigkeit erhalten hatten , Dick-Toxin zu bilden, und diese Fahigkeit wahrend langerer Zeit bei Passagentiber kiinstliehe NahrbSden beibehielt0en. Dabei zeigte


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