Zur Frage der Bindung atmosph�rischen Stickstoffs durch hautbildende Hefen
✍ Scribed by Stapp, C.
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1951
- Weight
- 311 KB
- Volume
- 16
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-9276
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✦ Synopsis
Im vergangenen Dezennium dieses Jahrhunderts hat H. SCHAND ERL [ 3,4] die Frage wieder aufgegriffen, ob Hefen in der Lage sind, den elementaren Stickstoff der Luft zu assimilieren, ein biologischer Vorgang, der bei gewissen frei und in Symbiose mR hSheren Pflanzen lebenden Bakterien bekannt ist und nicht mehr umstritten sein sollte. Es liegen fiber die angeblieh' Nz-bindende Eigenschaft yon' Hefen bereits eine Reihe/s LReraturangaben vor mit teils positiven, teils negativen Ergebnissen. Auf diese hier des n~heren einzugehen, erfibrigt sieh, da SC~iNDERL [3,4] und aueh sein Schiller FR]~I [1] sie sehon ausffilarlieh zitiert haben. Nach eigenen Untersuchungen SemtSTDERLS aus dem Jahre 1940 [3] und weiteren Untersuehungen yon FREI 1942 [1] kommt hautbildenden ttefen, also sogenannten Kahmhefen, das VermSgen der Stickstoffixierung zu. M. P. LOmcis hat 1943 eine Nachpriifung dieser Ergebnisse mit Kahmhefen vorgenommen [2] und zwar benutzte sie die nach FREI ~ls besonders geeigne~ anzusehenden Pichia membranae-/aciens und Mycoclerma vini, daneben noch Schizosaccharomyces pombe und Sacchafomyces eerevisiae. Trotz sehr exakter Durchfiihrung ihrer Analysen konnte sie die ,,an sich sehr iiberraschenden Resultate yon FREI" nicht bestitigen. SCHANDERL schreibt dann 1947 S. 181 bei dem Versuch einer Erkl/~rung dieser Diskrepanz, dab M~Ii P. LSm~rIS ,,bereits nach 10 Tagen das Wachstum der Kahmhefen ftir erloschen erkl~rte" und auf S. 182, dab in der Arbeit der Autorin ,,kein Wort" stehe, ,,ob die yon ihr verwendeten Stimme .... I-Ieferinge, Inseln oder Hautdecken gebildet haben". In Wirklichkeit heiBt es in tier Originalarbeit von )& P. L6~IS (S. 136) ,,Die Impfung geschah mittels 3 Tropfen einer Hefesuspension in Wasser. Nach 2 Tagen hatte sich eine deutliche Haut entwickelt. Etwa 8 Tage sparer warden die Kolben aufgeschiittelt und beobaehtet, ob sieh aufs neue eine Haut bildete. War das nieht der FM1, so wurde der Zuwachs als erloschen betraehtet." Es geht aus der Arbeit yon 3I. B. LOHNIS weiterhin einwandfrei hervor, dab
unter den Versuehen sieh solehe yon 36-, 37-, 41-und 56-t/~giger Dauer befinden! Jedenfalls konnte Mi~Ii P, L6HNIS heine Stickstoffbindung feststellen. Werm sieh in einem einzigen Fall ein absoluter Mehrertrag yon 0,12 mg N (entspreehend 2,4 mg N, bereehnet auf ein Liter) ergab, so muB man der Autorin reeht geben, wenn sie sehreibt, dab das ,,kaum als Bindung zu deuten" sei, zumal yon FREZ Mehrertr/~ge von etwa 124 mg N/L erfagt worden sein sollen.