Zur Frage der akzessorischen Knochenbildung am Ellenbogengelenk
✍ Scribed by Hans Platzgummer
- Publisher
- Springer
- Year
- 1952
- Tongue
- English
- Weight
- 478 KB
- Volume
- 45
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Mit 4 Textabbfldungen.
Wi~hrend akzessorische Knochen und Variationen am Hand-und Ful3skelet ziemlieh h~ufig auftreten, sind derartige Ver~tnderungen am Ellenbogengelenk sehr selten anzutreffen. Im Vordergrund des Interesses steht die vielfach noeh umstrittene Frage der Entstehung solcher ,,Skeletstficke" am Ellenbogen. Diese akzessorischen Knoehen sind nieht nur theoretdsch lehrreich, sondern aueh wegen der Beurteilung eines eventuellen traumatischen Zusammenhanges yon groBer praktischer Bedeutung.
Die Mitteilungen fiber akzessorisehe Skeletstfieke am Ellenbogen sind sp~rlich. Am h~ufigsten wird noch das sesamum cubiti (PFITZ~) erw~hnt, das KIEN~OCK Patella cubiti nennt. PFITZNER h~]t dieses Knoehenstfick ffir ein Sesambein, das in die Tricepssehne eingelagert ist und nicht mit einer Olecranonfraktur verweehsel$ werden darf. KOHLEt¢ glaubt, dal~ es sich in den mitgeteilten F~llen um eine Olecranonfraktur handelt, eine Ansicht, die aueh KIENBOCK und KATZ ge~ul3ert haben. Wi~LFING teilte 1926 einen Fall mit, bei dem ein unterhalb des EpJeondylus medialis gelegenes freies Knoehenstiick als echte angeborene VarietKt des Ellenbogenskeletes imponierte. Gleichzeitig bestanden noch 4 kleine, freie, rundliche Sehatten unterhalb des Condylus ]ateralis bzw. zwischen Capitulum humeri und radii und eine Bruchlinie im Epieondylus medialis. WiiLFI~G meint, dab es sieh meist, so auch in seinem Falle, um Folgen eines Traumas handelt, das oft nur geringgradig zu sein braucht. F~INB~RG beschrieb 2 FKlle yon freien akzessorischen Knoehen am medialen Condylus humeri. W~hrend im einen Fall der Knoehen doppetseitig symmetrisch, yon gleicher Gr61~e und Form auftrat, war er im zweiten Fall nur rechtsseitig. FEI~ER~ nimmt eine eongenitale Anomalie an, da weder in der Anamnese noeh im Befund irgendwelehe ttinweise auf traumatische odor entzfindliche Ver/~nderungen vorlagen. ZEITLI~ teilte 3 Fi~lle yon akzessorischen Knochen im Ellenbogen mit. Es fehlte jedesmal ein st~rkeres, welter zurfick-]iegendes Trauma, das die Ursaehe der Entstehung des Knochens h~tte sein k6nnen. Ffir eine angeborene Ver~nderung spraehen das Fehlen eines Traumas, das glatte Aussehen, die normale Gebrauchsf~higkeit des Gelenkes und die Doppelseitigkeit der Ver~nderungen. Auch EST~VE, der einen Fall bekannt gab, bei dem die gleichen Ver~nderungen symmetriseh an beiden Ellenbogengelenken nachzuweisen waren, denkt eher an einen congenitalen fiberzKhligen Knoehen oder an eine Anomalie in der Entwicklung des Troehleakernes (Ausbleiben der Versehmelzung). HIP~'E konnte ebenfalls einen Fall beobaehten, der am rechten Condylus medialis einen scharf begrenzten, glatten, erbsengrol~en Schatten yon normaler Archly ffir orthop~dische und Unfall-Chirurgie. Bd. 45. 10
📜 SIMILAR VOLUMES