Zur Ermittlung des Verstärkungsverhältnisses
✍ Scribed by Dr. Hermann Fischer
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1960
- Tongue
- German
- Weight
- 560 KB
- Volume
- 32
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-286X
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✦ Synopsis
Aus dem Institut fur Apparatebau und Verfahrenstechnjk der Technischen Hochschule Karlsruhe Herrn Professor Dr.-lng. habil. Emil Kirschbaum zum 60. Geburtstag Unvermeidbare MeBfehler bei der Konzentrationsbestimmung, Ungenauigkeiten der Phasengleichgewichtsdaten und angereicherte Verunreinigungen auf einzelnen Boden verfalschen. den wahren Wert des Verstarkungsverhaltnisses besonders im extrem hohen und extrem niedrigen Konzentrotionsbereich sowie in der Nahe eines azeotropen Punktes. Am Beispiel des Gemisches AthanoVWasser werden die Verhaltnisse quantitativ diskutiert. Untersuchungen uber die Trennwirkung und Belastbarkeit von Rektifiziersaulen werden seit vielen Jahren am Institut fur Apparatebau und Ve'rfahrenstechnik der Technischen Hochschule Karlsruhe unter der Leitung von Herrn Prof. Dr.-Ing. E . Kirschbaum durchgefiihrt. Die bisherigen Arbeitenl) bis 5, galten bevorzugt der Aufklarung des durch die Konstruktion bedingten Einflusses auf die Trennwirkung und Belastbarkeit. Bei den Versuchen mit Bodenkolonnen wurden meist Trennsaulen mit 5 eingebauten Boden verwendet. Als Testgemisch wurde Athanoll Wasser benutzt mit einer Blasenkonzentration von rund 10 Gew.-O/o Athanol (4,17 Mol.-O/o). Die bevorzugte Verwendung von Athanol/Wasser fur diese Versuche ist u. a. im Verlauf der Gleichgewichtskurve begrundet, die bei unendlichem Rudclaufverhaltnis mit 5 Boden eine Erzeugniskonzentration bis zu rund 70 Mol.-'@lo Athanol liefert. Die Anreicherung auf den einzelnen Boden ist daher ausreichend fur die sehr einfache und rasche Methode der Konzentrationsbestimmung durch Spindeln. Als MaD fur die Trennwirkung eines Rektifizierbodens wird das V e r s t a r k u n g s v e r h a l t n i s s benutzt, das Verhaltnis der wirklichen zur theoretischen Anreicherung (bei vollstandiger Fliissigkeitsdurchmischung) in der Dampfphasee). Die folgenden Betrachtungen gelten alle fur unendlich groBes Rucklaufverhaltnis. Das Verstarkungsverhaltnis s ergibt sich dann aus Abb. 1 zu XDo xD~! xFo -X F ~! xDo -x L ) ~~ xDo'-xxl.'u s = --*--== (1). Zur B e s t i m m u n g d e s V e r s t a r k u n g sv e r h a 1 t n i s s e s mu0 man somit nur die Zuund Ablaufkonzentrationen xpo und xFu hinreichend genau messen konnen. Ferner muR die Gleichgewichtskurve ausrei-&end sicher bestimmt sein. Die folgenden Uberlegungen sollen fur das Gemisch AthanoUWasser den EinfluD von MeDfehlern bei der Konzentrationsbestimmung sowie die Ungenauigkeit in der Lage der Gleichgewichtskurve auf die GroBe des Verstarkungsverhaltnisses aufzeigen. An Stelle des gesuchten, wahren Wertes s -G1. (1)erhalt man 4 verschiedene Verstarkungsverhaltnisse: lel2012-5I X F --t r,--Abb. 2 bis Abb. 5. Die vier Grenzfalle bei der Bestimmung des Verstarkungsverhaltnisses fur die maximalen MeDfehler 540 Chamie-1ng.-Tecfin. 32. Jahrg. 196G / Nr. 8 *) Dekameter Type DK 03 und SondermeDzelle der Wissenshaftlid-Technische Werkstatten W e i l h e i d O b b .
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## Abstract In der Literatur ist verschiedentlich behauptet worden, daß das Verstärkungsverhältnis nach Murphree unter bestimmten Voraussetzungen Werte zwischen – ∞ und + ∞ annehmen kann. Wie anhand theoretischer Betrachtungen gezeigt wird, ist dies grundsätzlich nur bei Vielstoffgemischen und auch