Zur Entstehung der Differenz zwischen systolischem Myokard- und Ventrikeldruck
✍ Scribed by H. Kreuzer; W. Schoeppe
- Publisher
- Springer
- Year
- 1963
- Tongue
- English
- Weight
- 567 KB
- Volume
- 278
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
In einer vorangegangenen Arbeit wurde über das Verhalten des Drukkes in der Herzwand berichtet 8. Dabei wurde gefunden, daß der intramurale Druck in den Mittel-und Innenschichten des Myokards das Maximum des Ventrikeldruckes meistens deuglich übersteigt. Die Ursache dieser Druckdifferenz könnte das Auftreten elastischer Gegenkräfte bei der Kontraktion der Muskulatur sein. Der erschlaffte, nicht gedehnte Ventrikel besitzt eine gewisse Formstabilität. Durch diese Formstabilität treten sowohl bei der Dehnung durch erhöhten Innendruek als auch bei der Kontraktion elastische Gegenkräfte auf. Die bei der Dehnung auftretenden Kräfte sind der Kontraktion gleichgeriehtet und sollen hier nicht betrachtet werden. Dagegen entstehen bei der Kontraktion durch Verformung elastische Kräfte, die der Kontraktion entgegengesetzt wirken. Sie sind um so größer, je stärker die Verformung, d.h., je kleiner das endsystolische Volumen ist. Wenn die Annahme richtig ist, daß die Differenz zwischen Ventrikel-und Myokarddruek durch diese elastischen Gegenkräfte entsteht, so müßte bei Herzen mit großem endsystolischen Volumen der Druekunterschied klein und bei Herzen mit kleinem endsystolischen Volumen groß sein.
Zur Überprüfung dieser Annahme wurde deshalb in der vorliegenden Arbeit der intramurale Druck unter Bedingungen gemessen, bei denen die Verformung entweder sehr klein oder sehr groß war. Hierbei schienen besonders folgende Versuche geeignet:
- Messungen unter dem Einfluß von Adrenalin und Aeetyleholin. Über derartige Versuche wurde bereits in einer früheren Mitteilung » berichtet. Unter Adrenalin wird die Kontraktionsfähigkeit der Muskulatur gesteigert, das endsystolisehe Volumen nimmt ab, die Verformung des Ventrikels ist besonders groß. Umgekehrt kontrahiert sich der Herzmuskel unter Aeetylcholin weniger kräftig, das endsystolische Volumen ist groß und die Verformung des Ventrikels gering.
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