Zur Darstellung der 4-Alkyl- und -Aryl-chinoline
✍ Scribed by Kenner, James ;Statham, F. Sydney
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1936
- Weight
- 195 KB
- Volume
- 69
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Gelegentlich unserer Synthese des Apo-cinchens') haben wir zeigen konnen, daB sich die Blaise-Mairesche Synthese von 4-Alkyl-chinolinen aus Arylaminen und Alkyl-P-chlorathyl-ketonen *) auch bei 4-Arylderivaten anwenden l a t , wenngleich mit geringer Ausbeute. Nun haben wir gefunden, daB dieser iibelstand zum Teil durch Gebrauch der bei der Skraupschen Synthese wirksamen Oxydationsmittel behoben wird. Interessanterweise bestehen aber, wie aus dem Versuchs-Teil ersichtlich, betrachtliche Unterschiede zwischen den verschiedenen dadurch erzielten Ausbeuten. Offenbar beruht dies darauf, daB z. B., das Zinnchlorid nicht nur eine oxydierende, sondern auch eine kondensierende Wirkung ausiibt; dieses Reagens und das ungefihr gleich wirkende Eisenchlorid sind ja dafur bekannt, daB sie die Reaktionen von Carbonylverbindungen fordern. Diese Betrachtung trifft wohl auch fiir die Skraupsche Synthese zu, war aber bis jetzt durch die in diesem Falle, selbst bei Anwendung von Nitro-benzol usw., erzielten giinstigen Ausbeuten verdeckt geblieben.
Dieser Erfolg hat uns ermutigt, trotz der in dieser Beziehung negativ verlaufenen Versuche von B 1 a i s e und M a i re (1 .c. ) , Oxydationsmittel auch fiir die Synthese von 4-Alkyl-chinolinen zu benutzen, und zwar mit Ihnlichem, wenn auch nicht so schlagendem Ergebnis. Erst nach Abschlul3 unserer Versuche fanden wir, daB der Gebrauch des Nitro-benzols in der neueren Patent-LiteraturS) schon empfohlen worden ist. Jedoch haben unsere vergleichenden Versuche erwjesen, daB sich auch in dieser Reihe die Verwendung anderer Mittel vorteilhafter gestaltet. Die auf diese Weke verhdtnismUig leicht zuganglich gewordenen Rorper hoffen wir naher zu studieren.
Beschreibang der
Versuche. a-Chlorathyl-2-naphthyl-keton. Nach langsamer Zugabe von 13.3 g Aluminiumchlorid zu einer gekiihlten Losung von 12.8 g Naphthalin in 30 ccm Schwefelkohlenstoff wurde eine Losung von 12.7 g P-Chlor-propionylchlorid in 30 ccm Schwefelkohlenstoff unter Kiihlung allmahlich zuflieBen gelassen. Nach fast sofort erfolgtem GieBen auf Eis, lieB man die abgetrennte, gut gewaschene und getrocknete Schwefelkohlenstoff-Wsung bei 15-200 verdampfen. Nach dem Umkxystallisieren aus Ligroin (Sdp. 40-430") schmolz das Keton bei 83O.
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