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Zur chemischen wirksamkeit elastischer kernstöße. Bestrahlung von polyäthylenterephthalat mit langsamen protonen

✍ Scribed by Jung, Von H.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1966
Weight
540 KB
Volume
93
Category
Article
ISSN
0025-116X

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✦ Synopsis


Folien aus Polyathylenterephthalat wurden mit langsamen Protonen verschiedener Energie bestrahlt und die strahleninduzierten Veranderungen des optischen Absorptionsspektrums untersucht. Es zeigte sich ein ausgeprigtes Absorptionsmaximum bei 308 mp sowie ein breites Maximum bei 250 mp. Dieses breite Maximum wird auf die Wirkung elastischer StoOe zwischen langsamen geladenen Teilchen und Atomkerneu der durchstrahlten Materie zuruckgefiihrt, da es nach Bestrahlung mit 2-MeV-Protonen, 3,4-MeV-a-Teilchen und 6oCo-y-Strahlung nicht auftritt. Die Wirksamkeit der Protonen zur Erzeugung der beiden Maxima wurde fur das Energieintervall zwischen 1 und 12 keV naher untersucht. Der Verlauf dieser Wirksamkeit weist ebenfalls darauf hin, dal3 das breite Maximum bei 250 mp durch elastische KernstoOe hervorgerufen wird.

SUMMARY:

Foils of polyethylene terephthalate were irradiated with slow protons of various energies and the radiation.-induced changes of the optical absorption measured spectrophotometrically. A sharp absorption peak at 308 mp and a broad absorption maximum at 250 mp were found. The broad maximum is not observed after irradiation with 2 MeV protons, 3.4 MeV a-particles, and G°Co-y-rays and is therefore attributed to the effect of elastic collisions between slow charged particles and atomic nuclei of the irradiated matter. The efficiency of the protons to produce the two maxima as measured in the energy range from 1 to 12 keV also indicates that the broad maximum at 250 mp is caused by elastic nuclear collisions.

I. Einleitung

Die Ubertragung der Energie eines schnellen geladenen Teilchens an die durchstrahlte Materie erfolgt uber eine Vielzahl verschiedaner Primarmechanismen, und zwar treten Anregungen, Ionisationen, elastische KernstoBe, Umladeprozesse, Mehrfachanregungen, Mehrfachionisationen und AUGER-Effekt mit sehr unterschiedlichen Haufigkeiten auf. Wahrend