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Zur Beurtheilung der Methoden zur Wasseranalyse

โœ Scribed by Tiemann, Ferd.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1873
Weight
444 KB
Volume
6
Category
Article
ISSN
0365-9631

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โœฆ Synopsis


Bei Gelegenheit der Wiederherausgabe einer friiher von W. K u b e l verijffentlichten Broschiire (Anleitung zur Untersuchung von Wasser, welches zu gewerblichen und hauslichen Zwecken oder a19 Trinkwasser benatzt werden soll) war ich gezwungen, die fur die Bestimmung d w gewiihnlichen Restandtlicile und der haufig vor- kommenden Verunreinigungen eiries natiirlichrn Wassers empfohlenen Methoden, deren Zahl in der letzten Zeit bedeutend a:igewachseli ist, einer erneuten, genauen Priifang zii unlerwerfen. Die rerglcichenden Untersuchungen, Lei denen mich verschiedeiie der im Berliner Universitats -LaGoratorium arbeiteriden Herren haben freundlich unterstiitzen wolten, fiihrten zii einigen Resriltatcn, welche, d a sie bereits friiber gemachte und spater wieder bestritlene Beobacbtungcn entweder bestiitigen oder genauer fedstellen, fur die Chemiker im Allgemeinen von Interesse sein diirften und welche ich daher der Gesellschaft vorzulegen mir erlaube. Es sind die Bestimmungen der Harte, (des Magnesiums), der Schwefelsaure , salpetrigen Saure Salpetersaore drs Ammoniaks, Schwefelwasserstoffs und der organischen Substanzen , welche stets erneute Discussionen hervorgerufen haben und fiir welclie eine Priifung der empfohlenen Methoden wiinschenswerth war. H a r t e b e s t i m m u n g e n . Diese den Gehalt eines Wassers a n alkalischen Erden ausweisenden Bestimmungen werden stets init Hiilfe von Seifeltisung aosgefiihrt; sie beruhen bekanntlieh auf der Umsekung des fettsauren Kaliums der Seife mit den im Wasser geliisten Salzen des Calciunis rind Magnesiums, wobei sich iinliisliche Calciumund Magnesiumverbindungcn ausscheiden und durch Schutteln cin Scliaum entsteht, sobald die Zersetzung vollstandig geworden und eiii geringer Ueberschuss von Seife in der Fliissigkeit vorhandcn ist. Es haben sich im Laufe der Zeit drei wesentlich verschiedene Hartebestimniungen mittelst SeifelGsung herausgebildet ; es sind dies: die alteste, urspriinglich von C1 a r k 1) angegebene Methode , welche spater mehrfach aber unwesentlich modificirt worden ist, die Methode von B o n t r o n und B o u d e t 2 ) und das Verfabren von W i l s o n 3 ) .

  1. Repertory of Patent Inventions. 1841. Jahrwhericht fur Cheniie. 1850, 608. >) Chem. Centralblatt 1855, 343. Hydrotimc'trie par R o u t r o n und T3 o 11 d c t . a) Annalen der Cheinie und Pliarmacie, CXIX, 318. Libr. Masson, Paris.

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Berechnung der Salze. (Eingeg. 21.11. 1925.) Bei der Wasseranalyse war es friiher vielfach iiblich, die ermittelten Sauren und Basen zu Salzen zusammenzustellen, da man annahm, daS sie auch als solche im Wasser gelost vorhanden sind. M a n verfuhr hierbei entweder nach dem Vorschlag B u n s e n s ,