𝔖 Bobbio Scriptorium
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Zur Bestimmung von Komplexanen in Waschmitteln

✍ Scribed by Heinerth, E.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1968
Weight
724 KB
Volume
70
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


erzeugt, indem ein Rahmen aus Tensidlosungen herausgezogen wurde. In Abb. 5 beginnt einige Sek. nach dem Herausziehen vom oberen Rand her die Bildung horizontaler Interferenzstreifen, die sich unter Verbreiterung schnell nach unten ausdehnen. Dieses Erscheinungsbild ist charakteristisch fur den schnell auslaufenden Lamellentyp. In Abb. 6, dem Typ der langsam auslaufenden Lamelle, beginnt dagegen erst nach etwa einer halben Abb. 6. Langsam auslaufende Schaumlamelle Minute an den beiden oberen Enden des Rahmens die Bildung farbiger Interferenzerscheinungen, die sich nur sehr langsam ausbreiten.

Fruher war man allgemein der Meinung und der Auffassung, dai3 bei auslaufenden Lamellen der Schaum stabil sei, d. h. eine Schaumstabilisierung durch Zusatze erreicht wird, die die Oberflachenviskositat erhohen und dabei langsam auslaufende Lamellen verursachen. Schauminhibitoren miii3ten dann Verbindungen sein, die im Gegensatz dazu die Oberflachenviskositat herabsetzen und schnell auslaufende Lamellen hervorrufen. Heute nimmt man dagegen an, dai3 bei der Schauminhibierung und Schaumstabilisierung die Oberflachenviskositat nur eine untergeordnete Rolle spielt. Man schreibt die Schaumstabilitat der mechanischen Stabilitat 22 der Lamellen zu. Die Schaumzerstorung ist auf einen mechanischen Bruch der Schaumlamellen zuruckzufiihren. Es ist allgemein bekannt, dai3 elastische Korper weniger leicht brechen als unelastische. In analoger Weise werden die Schaumlamellen durch Elastizitat stabilisiert.

Tensidfilme haben durchweg gute Oberflachenelastizitat, desgleichen die Filme von Schaumstabilisatoren. Im Gegensatz dazu miissen Schauminhibitoren die Oberflachenelastizitat storen. Erste Voraussetzung dazu ist, dai3 sie den Tensidfilm aus der Grenzflache verdrangen, d. h. ihr Ausbreitungsdruck an der Oberflache mui3 grofler sein als der des Tensids. Aui3erdem mui3 der Schauminhibitor selbst einen Oberflachenfilm bilden, der unelastisch ist.

Zu diesen Theorien mui3 gesagt werden, dai3 die Arbeiten zur Klarung des Mechanismus der Schauminhibierung bzw. Schaumstabilisierung noch am Anfang stehen. Eine endgiiltige Theorie existiert noch nicht. So ist es bis heute nicht moglich, auf Grund physikalischchemischer Oberlegungen auf Substanzen mit schauminhibierender Wirksamkeit schliei3en zu konnen.


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