Zur Behandlung der Unterarmdeformität nach traumatischer Epiphysenlösung am distalen Radiusende
✍ Scribed by K. H. Römer
- Publisher
- Springer
- Year
- 1958
- Tongue
- English
- Weight
- 427 KB
- Volume
- 50
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Bei den traum~tischen LSsungen der distMen Radiusepiphyse im Wachstumsalter treten die Verschiebungen der Epiphyse h~tufiger nach dorsal Ms nach velar auf. Falls sie sieh spontan reponieren, kSnnen sie leicht fibersehen werden, da sJe sich nnr dureh Reproduzierung des UnfMlherganges in ,,gehMtenen I%6ntgenaufnahmen" beweisen lassen. Dieses Vorgehen erscheint jedoch nicht empfehlenswert, da es sich nur in 5rtlicher oder Vollbet~ubung durchffihren l~t und mit einer erneuten Traumatisierung des Gewebes einhergeht.
Eeine distMe EpiphysenlSsungen sind selten. In den meisten F~llen bricht ein keilfSrmiger Schaftanteil ~b, der im Zusammenhang mit der Epiphyse bleibt. Die Reposition erfolgt in g]eicher Weise wie bei der typisehen Radiusfraktur durch kr~ftigen Zug yon 2--5 rain D~uer am 1.--4. Finger unter Betonnng des Daumens. Man extendiert bei Mittelstellnng der Hand in Verlgngerung der Speiehenaehse oder naeh der Methode yon BULFARO. Die Epiphyse lgBt sich, falls sie sich nicht Mlein schon dureh den Zug einstellt, entsprechend ihrer Lage dureh vorsichtigen Druck yon velar oder dorsal her reponieren, doeh kann die Einrichtung stgrker dislozierter Epiphysen, besonders wenn ihnen ein keilf6rmiger Sehgftanteil anhgngt, auf nicht unerhebliehe Schwierigkeiten stol~en.
Far die Retention genfigt eine dorsale Unterarmgipssehiene, die den Radius rinnenfSrmig umfal]t. Nach Rfickgang der Sehwellung soil man m~gipsen, sp~testens aber am 8. Tag und anfangs in Abst~nden yon einer Woehe R6ntgenkontrollen durchffihren. N~ch 4--6 Woehen karm der Gipsverband entfernt und mit aktiven Bewegungsfibnngen begonnen werden. Das Handgelenk ist gewShnlieh 12 TaRe danach wieder veil funktionsf~hig.
Nach B6~L~ sollen Epiphysenl6sungen, die gut eingeriehtet wurden, niemMs Wsoehstumsst6rungen zur Folge haben. Die Seltenheit der in der Literatur angeffihrten F~lle scheint diese Ansicht zu unterstreichen. In der uns zug~tngliehen Liter~tur sind nur wenige angeffihrt. GonnASCI~ beschreibt einen 10j~hrigen Jungen, bei dem es 2 Jahre nach der fast vollst~ndigen Reposition einer gel6sten und in sieh gebroehenen Epiphyse zur Ausbildnng eines ,,Pseudomadelung" kam, indem das distMe Ellenende den l%adius fiberragte, dessen Epiphysenlinie gewe]lt w~r. 5 Jahre sparer hatte der Lgngenunterschied beider Knochen weiter zugenommen, die Epiphysenfuge des Radius war fast vollstgndig verknSehert, die der Arch. orthop. Bd. 50