Zum Vorkommen und zur Analytik des Mycotoxins Emodin
✍ Scribed by Gross, M. ;Levy, R. ;Toepke, H.
- Book ID
- 102841599
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1984
- Tongue
- English
- Weight
- 697 KB
- Volume
- 28
- Category
- Article
- ISSN
- 0027-769X
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✦ Synopsis
Zum Vorkommen und zur Analytik des Mycotoxins Emodin M. GROSS, R. LEVY und H. TOEPKE Neben anderen Schimmelpilzspezies sol1 Aspergillus wenrii Wekriiev das Hydroxyanthrachinonderivat Emodin bilden, das toxische und genmutagene Eigenschaften besitzt. Dieser Pilz kommt als Pektinasebildner fur die technische Gewinnung von pektinolytischen Enzymen fur die Lebensmittelindustrie zum Einsatz. so daO Emodinkontaminationen derartiger Praparate nicht ausgeschlossen werden konnen. Orientierende dunnschichtchromatographische Untersuchungen an Extrakten aus entsprechenden pektinolytischen Enzympraparaten und Aspergillus-wenfii-Anzuchten ergaben jedoch bisher keine Hinweise auf eine nachweisbare Toxinbildung oder -kontarnination (Nachweisgrenze ca. 5 mg Emodin/kg Nahrsubstrat bzw. 0.3 mg Ernodin je kg Enzym).
Emodin ist ein Stoff, der in Lebensmittelchemie und Ernahrungstoxikologie bisher keine wesentliche Rolle gespielt hat. Wir sind aber der Meinung, daD man sich mit dieser Substanz auseinandersetzen mul3, da sie moglicherweise bei der lebensmittelhygienischen Beurteilung von aus Schimmelpilzkulturen gewonnenen Enzympraparaten eine Rolle spielen konnte. Auch wenn derartige Praparate nur in geringen Mengen in bestimmte Lebensmittel gelangen oder in ihnen verbleiben konnen, sollten Uberlegungen zur Beseitigung oder auch Erhartung gelegentlich aufkommender Zweifel an der Unbedenklichkeit solcher Enzympraparate angestellt werden. Im Rahmen der von uns durchgefiihrten lebensmittelhygienischen Kontrolle von Enzympraparaten aus Importen und aus der DDR-Produktion sind wir dieser Frage nachgegangen.
Charakteristik von Emodin
Chemisch-physikalische Eigenschaften und Vorkommen
Wahrend man in der Literatur eine Vielzahl von Informationen uber die verschiedensten Mycotoxine findet, gibt es kaum Veroffentlichungen uber Emodin (Abb. 1). Das ist vor allem darauf zuruckzufuhren, daD Emodin bisher nicht als Mycotoxin, sondern als ein Naturstoff beschrieben wurde, der in einigen Pflanzen enthaltCn ist, aber auch als Stoffwechselprodukt bestimmter Schimmelpilzspezies vorkommen kann. Erst WELLS u. a. [41] haben 1975 toxische Eigenschaften von Emodin beschrieben. Chemisch-physikalische Daten sind in Tab. 1 dargestellt. Es handelt sich bei Emodin um ein 4,5,7-Trihydroxy-2methyl-anthrachinon, das charakteristische, orangerote Nadeln bildet, die bei 256 "C
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