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Zum Verhalten von Polyamidcarbonsäuren aus Pyromellithsäuredianhydrid und Benzidin in Lösung. II. Einfluß von Triäthylamin auf die Viskosität der Lösungen von Polyamidcarbonsäure in Dimethylacetamid

✍ Scribed by Horvath, Von Andreas ;Vollmert, Bruno


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1972
Tongue
English
Weight
690 KB
Volume
23
Category
Article
ISSN
0003-3146

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✦ Synopsis


Abstract

Bei Zusatz von Triäthylamin (TÄA) zu einer verdünnten Polyamidcarbonsäure (PACS)‐Lösung in Dimethylacetamid (DMA) wurde eine starke Zunahme der reduzierten spezifischen Viskosität beobachtet, die sich auf eine Knäuelaufweitung durch elektrostatische Abstoßungskräfte zwischen gleichsinnig geladenen Ionen zurückführen läßt. Zur Bildung der Ionen kommt es durch folgende Protonenübertragungsreaktion:

equation image

Die Konzentrationsabhängigkeit der η~sp~/c‐Werte sowie der Einfluß des Molekulargewichtes auf die Steigung der (η~sp~/c)/c‐Kurven – gemessen in DMA – sind grundsätzlich die gleichen wie bei Polyelektrolyten in wäßriger Lösung. Zum Unterschied von den wäßrigen Systemen laufen die η~sp~/c‐Werte mit steigendem Basenzusatz nicht über ein Maximum, sondern nähern sich asymptotisch bestimmten Grenzwerten. Der charakteristische Verlauf der Viskositäts‐Titrationskurven ergibt sich aus der Tatsache, daß überschüssiges TÄA zwar die Bildung der Ionen begünstigt (Gleichgewicht), selbst jedoch die Ionenstärke der Lösung nicht erhöht.

Der ionische Charakter der diskutierten Mechanismen wird durch entsprechende Messungen der elektrolytischen Leitfähigkeit bestätigt.

Ein Vergleich der Viskositäts‐Titrationskurven von PACS und Polymethacrylsäure zeigt den starken Einfluß der Kettensteifheit auf den Grad der Knäuelaufweitung bzw. ‐kontraktion von Polyelektrolytmolekülen.


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