Zum mechanismus der thermischen Chlorwasserstoff-abspaltung aus Polyvinylchlorid. 4. Mitt. Über die Länge der Polyensequenzen in partiell dehydrochloriertem Polyvinylchlorid
✍ Scribed by Thallmaier, Von M. ;Braun, D.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1967
- Weight
- 653 KB
- Volume
- 108
- Category
- Article
- ISSN
- 0025-116X
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✦ Synopsis
Beim thermischen Abbau von Polyvinylchlorid in Stickstoffatmosphare entstehen durch Chlorwasserstoffabspaltung verschieden lange Polyensequenzen. Durch Analyse der Elektronenspektren kann die Sequenzlangenverteilung im Polymeren naherungsweise ermittelt sowie die abgespaltene Chlorwasserstoffmenge mit dem spektroskopisch bestimmten Polyengehalt verglichen werden. Die Polyensequenzlangenverteilung verschiebt sich nach kiirzeren Sequenzen bei steigender Abbautemperatur sowie bei zunehmender Abbaudauer. Beim Abbau von Polyvinylchlorid in Folien ist im Vergleich zu abgebautem Polymerpulver eine merkliche Verschiebung zu langeren Sequenzen zu beobachten. Vinylisobutylather als Comonomerbaustein bewirkt eine betrachtliche Verschiebung der Sequenzlangenverteilung nach kiirzeren Polyensequenzen. Die spektroskopisch gefundene Polyenmenge stimmt mit der abgespaltenen Chlorwasserstoffmenge nur bei sehr niedrigen Abbauumsatzen iiberein, wahrend mit zunehmendem Abbauumsatz ein immer grofieres Polyendefizit gefunden wird. Es mu13 daher auf den Verbrauch von Polyensequenzen in Folgereaktionen geschlossen werden, an denen in erster Linie langere Polyensequenzen beteiligt sind. Die Versuche lassen ferner den Schlul3 zu, daU die Bildung langerer Polyensequenzen sehr rasch erfolgt, nachdem sich der Startschritt der Chlorwasserstoffabspaltung an einer labilen Stelle vollzogen hat. Mit zunehmender Abbaudauer andert sich, abgesehen von den oben erwahnten Folgereaktionen, nur die Zahl, nicht aber die mittlere Lange der gebildeten Polyensequenzen wesentlich.
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