Zum Mechanismus der Reaktionen von Vitamin A und D. bzw. β-Carotin mit metallhalogeniden, insbesondere Antimonchloriden, I. Mitteil.: Zusammensetzung einiger Halogenidkomplexe
✍ Scribed by Brüggemann, Johanners ;Krauss, Walther ;Tiews, Jürgen
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1952
- Tongue
- English
- Weight
- 655 KB
- Volume
- 85
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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✦ Synopsis
sammensetzung einiger Halogenidkomplexe") [Aus dem Institut fur Physiologie und Erniihrung der Tiere der Universitiit Miinchen, Abteil. fur Vitaminforschung und -priifung] (Eingegangen am 21. Dezember 1951) Die Vitamine A und D sowie p-Cmotin reagieren nicht, wie bisher angenommen, rnit Antimontrichlorid unter Komplexbildung, sondern nur mit Antimonpentachlorid. Die stochiometrischen Bindungsverhlltnisse ergaben sich zu: 1 Mol. Vitamin A oder D : 1 Mol. SbCl, bzw. 1 Mol. p-Carotin : 2 Moll. SbC1,. Im handelsiiblicben Antimontrichlorid sind etwa 0.06 Gew. 06 Antirnonpentachlorid enthalten. Die molaren Extinktionskoeffizienten fiir Vitamin A und p-Carotin bei 610 my und fiir Vitamin D bei 500 mp wurden bestimmt. Bei Vitamin D ergibt sich, da13 der i. Ggw. yon Acetylchlorid bestimmte Koeffizient etwa 3mal hoher lie@ als ohne Acetylchlorid. Es muB auf das Vorliegen von 2 verschiedenen Verbindungen geschlossen werden, indem vermutlich CH3COo mit Vitamin D reagiert und erst diese Verbindung den entsprechenden Komplex mit hoheren Extinktionskoeffizienten bildet. Allgemein sind nur solche Metallhalogenide zur Komplexbildung rnit Vitamin A oder D geeignet, nach deren Koordinationszahl nur 1 Vitamin-Molekul zur Ansbildung des Komplexes notwendig ist. Eisen(II1)-chlorid reagiert in kleinsten Mengen, wobei sich Farbzustande ausbilden, deren Extinktionsmaxima den gleichen Schwerpunkt haben und dereu Extinktionskoeffizienten ebenso rnit dem der Antimonpentachlorid-Verbindungen iibereinstimmen wie die stochiometrischen Bindungsverhiiltnisse. Arsen(II1)-chlorid kann nur nach vorheriger iiberftihrung in Arsen(V)-chlorid zur Reaktion gebracht werden.
Die Vitamine A und D, wie auch die Carotine, reagieren bekanntlich unter Komplexbildung mit gewissen elektrophilen Metallhalogeniden'). Die hierbei entstehenden Ftlrbstoffe sind mehr oder weniger bestiindig und konnen zur analy tischen Bestimmung der erstgenannten Stoffe herangezogen werden. Die Farbbildung bei der Carr-Price-Reaktion (Vitamin A + Antimontri-*) T'orlauf. Mitteil. : Naturwiss. 88, 562 [1951]. l) Vergl. hierzu F. Gst i r n er , Cbemisch-Physikalische Vitamin-Bestimmungsmethoden, Stuttgart 1950, oder H. Vogel-H.Knobloch, Chemie und Technik der Vitamine, Bd. I, Stuttgart 1950.
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