Zum Chemismus der Farbreaktionen des Typs Aldehyd-Aromat-Säure
✍ Scribed by Prof. Dr. C. H. Brieskorn; W. Reiners; H. Kiderlen
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1965
- Tongue
- English
- Weight
- 613 KB
- Volume
- 298
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
Bei der Modell-Roaktion zwischen Formaldehyd, Diphenyl und Schwcfelsiiure entsteht intermediar Phenylbenzylalkohol, der unter dem EinfluD der Schwefelsaure das Phenyl-benzyl-carboniumion bildet, das die farbgebende Komponente darstellt. Einer groDen Zahl bekannter Farbreaktionen liegt ein analoger Chemismus zugrunde, was an einigen Beispielen niiher erliiutert wird.
Die Farbe liefert iieben dem Geschmack, dem Geruch und den physikalischen Eigenschaften ein wichtiges Kriterium fur die Keiinzeichnung einer Verbindung. Durch Einfiihren chromophorer Gruppen gelingt es, gewisse farblose Verbindungen in gefarbte umzuwandeln. Diesen Weg nutzt die Analytik, um reaktionsfahige funktionelle Gruppen kenntlich zu machen. Der Chemismus dieser Farbbildung ist bei vielen Umsetzungen gut iiberschaubar und daher theoretisch zu deuten (Azoreaktion, Xanthogenatbildung, Hydroxamsaurebildung). Andere unter Farbbildung einhergehende Reaktionen sind von hoher Wichtigkeit, die Mechanismen dieser Farbbildungen verlaufen aber weitaus komplizierter und ihre Zwischen-und Endprodukte konnen mit chemischen Methoden haufig nicht gefaBt, sondern nur mittels physikalischer MeBverfahren erkannt aerden.
Hier sollen Farbreaktionen behandelt werden, RO zur Farbbildung ein Aldehyd, ein Aromat und eine anorganische Saure erforderlich sind. Reaktionen dieses Typus, bei denen rote, violette oder auch griine Farbungen entstehen, sind unter den Namen verschiedener Autoren in der Literatur aufgefuhrt und dienen zum Nachweis von Verbindungen, die auf den ersten Blick wenig Gemeinsamkeit miteinander zeigen (Tab. 1).
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