Zum Benzol-Problem (II)
✍ Scribed by v. Weinberg, A.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1919
- Weight
- 411 KB
- Volume
- 52
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
A. v. Weinberg: &urn Benzol-Problem (11). (Eingegangen am 23. Mai 1919.)] Auf Grund der Bestimmung der V e r b r e n n u n g s w i i r m e n d e s B e n z o l s u n d s e i n e r H y d r o d e r i v a t e h a t S t o h m a n n den Satz aufgestellt: BIm Benzolkern konnen nicht drei gleichwertige Doppelbindungen Forhanden sei0.a') Seitdem sind zwar die calorirnetrischen Resultate verbessert und Erklarungen derselben versucht worden, ohne da13 man jedoch zu riner befriedigenden Losung gekommen ware *). Bei Erorterung der k i n e t i s c h e n B e n zo 1 f o r m e l ist es selbstverstandlich von besonderer Bedeutung, zu untersuchen, ob sie rnit den Eoergieverhaltnissen, die bei der Verbrennung zur Erscheinung kommen, in Einklang steht. Ea empfiehlt sich, bei dieser Untersuchung wiederum von einfnchen Kohlenwasserstoffen zu solchen rnit einer Doppelbindung, mit zwei konjugierten Doppelbindungen bis zum Benzolring fortzuschreiten. Die Verbre:ouogsw%rmen warden meist in groBen Calorien fiir konstanten Druck, berechnet auf fliissiges Wasser, angegeben. Da die durch die Volumlnderung geleistete Arbeit nicht durch den chemischen ProzeB gewonnen wird, mu13 bei Vergleichsrechnungen Beduktion auf konstantes Volumen erfolgen. Die durch Kondensation des gebildeten Hz0 frei werdende Wlrrne ruhrt ebenfalls nicht vom chemischen Vorgnng her. Alle Angaben uber Verbrennungswarmen H-haltiger Korper enthalten einen konventionellen Fehler von -+ 0.65 Cal. fiir 2 H. Dieser kommt in Betracht beim Vergleich mit nicht H-haltigen Kiirpern (z. B. von CR, rnit C oder CCIJ, hebt sich aber bei den nachfolgenden Vergleichsrechnungen auf, so daB die Zahlen der Literatur verwendet werden konnen Urn eine sicbere Unterlage zu gewinnen, ist es erforderlich, einige grundsatzliche Bemerkungen vurauszuschicken, da uber die I n t e rp r e t a t i o n d e r V e r b r e n n u n g s w a r m e n iufolge der irrigen Ansichten T h o ~n s e n b 4 ) in der chemiscben Literatur Unklarheit herrscht. Die Ausfiibruugen bedeuten eine systemntische Erweiterung und in ein-1) J. pr. [Z] 4S, 453 [1893]. 2) R o t h und v. h u w e r s , A. 407, 145 [1915]; Nernst, Theoret. Chem. S. 350 [1913]. 3) In der Regel werclen die gefundenen Kilojoule mit dem WBrmeiiquivnlent 4.1 S9 divitliert, wiihrend der wahrscheinlichste Wert 4.184 ist. (Verh. d. D. Phys. Ges. 1919, I). DaS die Zahlen um lO/o0 zu niedrig sind, spielt jedoch bei den nachfolgenden Betrachtungen keine Rolle. 4) Thermochem. Untersuchungen, S. 299 ff. [1906]. I) A. Roth und v. A u w e r s , A. 407, 150 [1915]. 9) J. pr. [2] 35, 22 [1887]. *) C. 1918, 11 40%.
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