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Zirconium-Phosphor-Chemie: Synthesestrategien, Reaktivität, Katalyse und Nutzen

✍ Scribed by Douglas W. Stephan


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2000
Tongue
English
Weight
341 KB
Volume
112
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Die aus der Organometallchemie abgeleiteteten stöchiometrischen und katalytischen Synthesestrategien hängen vom Syntheseprinzip und der Reaktivität der Metall-Kohlenstoff-Bindungen ab. In den letzten zehn Jahren wurden zunehmend Anstrengungen unternommen, die Organometallchemie auf Hauptgruppenelemente zu erweitern. Diese Bemühungen führten zur Charakterisierung einer Reihe von strukturell bis dahin unbekannten Verbindungen, doch die Entwicklung von Strategien zur metallvermittelten Synthese von Hauptgruppenelementverbindungen hat gerade erst begonnen. Wir und andere haben zu diesem Hybridgebiet der Hauptgruppenelement/Übergangsmetall-Organometallchemie beigetragen, indem wir uns auf die Reaktionsmöglichkeiten von Zr-P-Verbindungen konzentrierten. Zu Beginn dieser Arbeit, in den achtziger Jahren, war das Wissen über die Zr-P-Chemie sehr begrenzt. Bezüglich der Reaktivität war die Chemie von Verbindungen mit Zr-P-s-Bindungen nahezu unerforscht. Dieser Aufsatz fasst sowohl die Entwicklungen auf dem Gebiet der Synthese als auch die bezüglich der Reaktivität von Zr-P-Komplexen zusammen. Strategien zur Synthese von Verbindungen mit Zr-P-Doppelbindungen werden ebenso beschrieben wie solche zur Synthese von Phosphazirconacyclen und Zr-Komplexen mit unsubstituierten Phosphoratomen. Diese Zr-P-Derivate weisen einzigartige Reaktivitäten auf, die häufig zur stöchiometrischen Synthese neuartiger Organophosphorverbindungen führt. In neueren Arbeiten zur Zr-P-Chemie wurde auch die katalytische Synthese von Organophosphoroligomeren beschrieben. Diese Fortschritte von der Synthese und Reaktivität bis hin zur Anwendung in der Organophosphorchemie verdeutlichen die Leistungsfähigkeit von Organometallreagentien in der Synthese von Hauptgruppenelementverbindungen.