Esta selecció de cartas nos entrega el retrato de un hombre con sus estrategias íntimas, su humor agudo y helado, sus afectos familiares y sus audacias públicas.
Wittenberg 1517-1522: Diskussions-, Aktionsgemeinschaft und Stadtreformation
✍ Scribed by Ulrich Bubenheimer
- Publisher
- Mohr Siebeck
- Year
- 2023
- Tongue
- German
- Leaves
- 461
- Category
- Library
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✦ Synopsis
Ulrich Bubenheimer rekonstruiert die dramatischen Vorgänge der frühen Wittenberger Reformation auf breiter Quellenbasis und unter Nutzung z.T. bisher unbekannter Quellen. Dabei arbeitet er heraus, dass die vielfältigen Interaktionsprozesse zwischen den führenden Wittenberger Theologen, den Institutionen der Stadt, des Allerheiligenstiftes und der Universität in der Kernphase 1521/22 keineswegs chaotisch vonstattengingen, wie es eine an den Urteilen Luthers orientierte Historiographie, die von "Aufruhr", "Unruhe" und "Chaos" sprach, voraussetzte. Bubenheimer kann plausibel machen, dass es berechtigt ist, die sogenannte "Wittenberger Bewegung" als "Wittenberger Stadtreformation" zu rekonstruieren. Dabei zeigt sich, dass die in den Personen Luthers, Karlstadts und Müntzers repräsentierten Reformationstypen - der landesherrliche, der gemeindereformatorisch-pazifistische und der kommunalistisch-militante - in nuce bereits in den Diskussionen und Aktionen der Jahre 1521/22 angelegt waren.
✦ Table of Contents
Cover
Titel
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Einleitung der Herausgeber
1. Luther – Karlstadt – Müntzer: soziale Herkunft und humanistische Bildung. Ausgewählte Aspekte vergleichender Biographie
I. Soziale Herkunft
1. Andreas Bodenstein von Karlstadt
2. Thomas Müntzer
3. Luther und Müntzer
4. Zusammenfassung: Soziale Herkunft im Vergleich
II. Humanismusrezeption
1. Luther und der Frühhumanismus
2. Karlstadt
3. Müntzer
4. Humanismus- und Antikerezeption im Vergleich
III. Ergebnisse und Aufgaben der vergleichenden Methodik
2. Andreas Karlstadt und Martin Luthers frühe Reformationsdiplomatie. Thesenanschläge des Jahres 1517, Luthers Asterisci gegen Johannes Eck und Wittenberger antirömische Polemik während des Augsburger Reichstags 1518
I. Que approbat alibi omnia negat
II. Wittenberger Diskussionen um den Ablass vor 1517
III. Karlstadts 152 Thesen vom 26. April 1517
IV. Der Thesenanschlag und das Disputationsprojekt Karlstadts
V. Luthers Anschlag der 95 Ablassthesen und Karlstadts Thesenanschlag
VI. Die Mythisierung von Luthers Thesenanschlag
VII. Luthers Asterisci gegen Ecks Obelisci – ein Beispiel für Publikationsdiplomatie
VIII. Ein romkritisches Wittenberger Flugblatt in Augsburg während des Reichstags 1518
IX. Schluss: Experimentelle Theologie
3. Thomas Müntzer und Wittenberg
I. Müntzers Aufenthalte in Wittenberg zwischen 1517/18 und 1519
II. Müntzers Aufenthalt in Wittenberg im Kontext der ersten Wittenberger Stadtreformation (um März 1522)
III. Aspekte von Müntzers Brief an Melanchthon vom 29. März 1522
1. Priesterehe: Die Zeugung auserwählter Nachkommenschaft
2. Diskussion über das Fegefeuer
IV. Apokalyptik und neue Prophetie. Müntzer, Karlstadt und die Zwickauer Propheten
V. Theologischer Pluralismus in Wittenberg und Luthers Deutungshoheit
4. Luthers Stellung zum Aufruhr in Wittenberg 1520–1522 und die frühreformatorischen Wurzeln des landesherrlichen Kirchenregiments
I. „Aufruhr“ in Wittenberg 1520
1. Der Verlauf der Studentenunruhen im Jahr 1520
2. Luthers Reaktion auf den Studentenaufruhr
II. „Aufruhr“ in der Wittenberger Bewegung 1521/22
1. Die Entwicklung bis zu den Dezemberunruhen – Pfaffensturm und Bürgerungehorsam
2. Die Ereignisse um die neue „Ordnung der Stadt Wittenberg“ – Infragestellung der landesherrlichen Autorität:
III. Theologische Stellungnahmen zur Aufruhrfrage im Dezember 1521
1. Das zweite Gutachten des Universitätsausschusses
2. Die Stellungnahme Otto Beckmanns
3. Die Stellungnahme der altgläubigen Stiftsherren
IV. Luthers „Treue Vermahnung an alle Christen sich zu hüten vor Aufruhr und Empörung“ (Dezember 1521)
1. Historischer Hintergrund und Adressaten
2. „Aufruhr“ und „Ärgernis“ in Luthers „Treuer Vermahnung“
3. Vergleich mit der Position des Universitätsausschusses und der Stiftsherren
V. Luthers Invocavitpredigten (März 1522)
1. Äußere Umstände und Überlieferung
2. „Aufruhr“ und „Ordnung“ in den Invocavitpredigten
VI. Ergebnisse und Aufgaben
5. Scandalum et ius divinum. Theologische und rechtstheologische Probleme der ersten reformatorischen Innovationen in Wittenberg 1521/22
I. Die Bedeutung des Biblizismus für Karlstadts Reformverhalten
1. Der Kampf um die Bilder in Wittenberg
2. Karlstadts theologische Motive nach seiner Schrift Von abtuhung der Bilder: Biblizismus oder Spiritualismus?
3. Der erste Wittenberger Abendmahlsstreit (Herbst 1521)
II. Ärgernis – göttliches Recht – Schonung der Schwachen
1. Das Problem in Karlstadts Bilderschrift
2. Ärgernis und göttliches Recht im Streit um die Reform der Messe
a) Melanchthons Brief an Wenzeslaus Linck vom 9. Oktober 1521
b) Die von Heinrich von Zutphen verfasste Stellungnahme der Augustiner
c) Die große Disputation über die Messe am 17. Oktober 1521
d) Melanchthons [*s. unten den Nachtrag] Thesen „De scandalo et missa“ und der Schlussabschnitt der Loci communes
3. Karlstadts spätere Stellung zur Ärgernisfrage und das Problem des kanonistischen Hintergrundes
III. Schluss: Luthers Reaktion
Anhang: Autorschaft und Datierung einiger Wittenberger Thesenreihen 1521/22
I. Unbekannte Thesen Melanchthons und Karlstadts in der Basler Thesensammlung von 1522
1. 10 Thesen Karlstadts De iubileo et anno remissionis
2. 26 Thesen Melanchthons In locum Pauli ii. Corint. Epistolae cap. iii
3. 13 Thesen Melanchthons De scandalo et missa
II. Sätze Heinrichs von Zutphen über die Messe als Rechtfertigungsschrift der Wittenberger Augustiner
Nachtrag
6. Streit um das Bischofsamt in der Wittenberger Reformation 1521/22. Von der Auseinandersetzung mit den Bischöfen um Priesterehen und den Ablass in Halle zum Modell des evangelischen Gemeindebischofs
I. Probleme und Zielsetzung
II. Die ersten Priesterehen und die bischöfliche Jurisdiktion
1. Der Fall Jakob Seideler
2. Der Fall Bartholomäus Bernhardi
3. Der Fall Balthasar Zeiger
4. Rückwirkungen: Priesterehen in Wittenberg
5. Vergleich und Schlussfolgerungen: Priesterehen und landesherrliches Kirchenregiment
7. Reliquienfest und Ablass in Halle. Albrecht von Brandenburgs Werbemedien und die Gegenschriften Karlstadts und Luthers
I. Ablässe und Reliquienweisung in Halle 1515 bis 1521
II. Angriffe auf die Hallenser Ablässe: Karlstadts und Luthers Schriften gegen Albrecht von Brandenburg 1520–1522
Anhang
8. Martin Luthers Invocavitpredigten und die Entstehung religiöser Devianz im Luthertum. Die Prediger der Wittenberger Bewegung 1521/1522 und Karlstadts Entwicklung zum Kryptoradikalen
I. Die Reformprediger der Wittenberger Bewegung
1. Das Predigtwesen in Wittenberg 1521/1522
2. Gabriel Zwilling als Prediger im Augustinerkloster (Oktober/ November 1521): Messreform im Kloster und Mönchsgelübde
3. Justus Jonas als Prediger in der Schlosskirche (Oktober bis Dezember 1521): Messreform, Aufruhr und Bürgerforderung nach freier Predigt
4. Karlstadt als Prediger in Schloss- und Stadtkirche (Dezember 1521/Januar 1522): Die evangelische Messe
5. Karlstadts, Jonas’ und Zwillings gesteigerte Predigtaktivität; Amsdorf Prediger an der Stadtkirche (Januar/ Februar 1522): Beseitigung der Bilder, neue Stadtordnung, Intervention des Kurfürsten
II. Luthers Invocavitpredigten
1. Direkte Reaktion auf die Reformprediger
2. Die unmittelbare Wirkung der Invocavitpredigten auf die Reformprediger
III. Luther und Karlstadt: erste Schritte zu protestantischer Orthodoxie und Heterodoxie
Anhang: Ritualwandel: Protest gegen akademische Promotionen und Titel
9. Die Antithesis figurata vitae Christi et Antichristi und das Passional Christi und Antichristi. Inhalt, Quellen, Verfasser, Theologie
I. Aufbau und Inhalt
II. Lateinische Antithesis und deutsches Passional – Erstfassung und Reihenfolge der Wittenberger Drucke
III. Die Erfurter Drucke des Passional
IV. Die Straßburger Drucke
V. Aufnahme hussitischer Traditionen
VI. Verfasser der Antithesis bzw. des Passional
VII. Von der Verbrennung des päpstlichen Rechtes zum Passional Christi – Theologische Aspekte
10. Die „christliche Stadt“ als Modell. Die Propaganda der Wittenberger Theologen 1521/22 im Licht bekannter und neuer Quellen
I. Die erste Wittenberger Stadtreformation als Modell
II. Die Wittenberger Stadtordnung vom Januar 1522
1. Zur Entstehung und Überlieferung der Stadtordnung
2. Die Regelungen der Wittenberger Stadtordnung: Gottesdienst- und Sozialreform
3. Theologische und sozialethische Motive Karlstadts
III. Instrumente der Verbreitung des Wittenberger Modells
IV. Von Wittenberg nach Halle – von Halle nach Wittenberg
V. Capitos Einwirkung auf die theologische Arbeit Karlstadts und Melanchthons
VI. Melanchthon wirbt in fremden Büchern: Seine Notizen in Bänden des Notars Andreas Gronewalt
Geschichtswissenschaftliche Publikationen von Ulrich Bubenheimer. 1972–2022
Literaturverzeichnis
Archivmaterial (Handschriften/Annotierte Drucke)
Alte Drucke
Editionen
Sekundärliteratur
Register
Ortsverzeichnis
Namensverzeichnis
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