Wirkung der Desoxycholsäure auf das Aktionspotential und Mechanogramm des Warmblüterherzens
✍ Scribed by Volker Güth; Klaus Held
- Publisher
- Springer
- Year
- 1963
- Tongue
- English
- Weight
- 1023 KB
- Volume
- 276
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
Danach muß die Leber allein oder Leber und Milz gemeinsam einen Stoff abgeben, der auf das hypodyname Herz positivinotrop wirkt. ASHE~ (1926/27) nahm an, daß es sich dabei um die Gallensäuren handle. Zumindest könnten sie eine Komponente von mehreren herzwirksamen Stoffen darstellen, denn nach M]~I]~a (1940) u.a. haben die den Herzglykosiden chemisch nahestehenden Gallensäuren (Wn~DAUS 1928; S~o~ 1937) eine digitalisähnliche Wirkung auf das Herz. ERDMANN U. I~OHI~ (1954) haben die tterzwirkung von Gaflensäuren am ganzen Tier untersucht. Sie fanden, daß bei physiologisehen (im Gegensatz zu toxischen) Konzentrationen die Wirkung der Gallensäuren nicht auf einen Angriffspunkt am Herzmuskel selbst zurückzuführen ist, sondern auf eine Stimulierung der Vaguszentren. Um den Angriffspunkt am Herzmuskel selbst zu untersuchen, haben wir zunächst in dieser Arbeit toxisehe Konzentrationen der besonders wirksamen Desoxycholsäure verwandt. Da wir unsere Untersuchungen an isolierten Herzohren durehführten, entfällt eine nervöse oder humorale Einwirkung auf die Herzmuskelfaser, abgesehen von dem möglichen Einfluß, der von den kardialen Ganglien ausgehen könnte. Die Verwendung von Mikroelektroden ermöglicht außer der Messung der Aktionsstromdauer (oder entsprechenden Auswirkungen auf das EKG) die Messung * Prof. Dr. SchÜTz zum 60. Geburtstag gewidmet. ** Die Arbeit wurde mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinsehaß durchgeführt. 40* VOLKER (~ÜTH und I~L.~uS HELD: von Amplitude, Anstiegssteitheit und Rtihepotential und Überschußpotential der einzelnen Faser und liefert so für die Frage ihres physiologisehen Einflusses auf die Iterzaktion mehrere Kriterien für den Vergleich der Wirkung der Gallensäure mi$ der anderer herzwirksamer Stoffe, insbesondere der schon mehrfach mit ähnlichen Methoden untersuchten Wirkung der Digitalisglykoside. Methodik Alle Versuche wurden am isolierten Herzohr von Ratten durchgeführt (Urethan-Narkose). Das rechte oder linke I-Ierzohr wurde mit der Endokardseite nach oben ausgespannt und dann für den Versuch in ein kleines 5 cm 3 FlüsSigkeit fassendes, heizbares Becken gebracht, das während des Versuches von Locke-Lösung mit einer Geschwindigkeit von etwa 3 cm3/min durchströmt wurde. Ehe diese Lösung in das Becken gelangte, wurde sie in einem Vorraum mit Sauerstoff durehperlt. Die Temperatur der Flüssigkeit wurde ständig gemessen und änderte sieh während des Versuches um höchstens 0,5°C. Ein Wechsel der Durehströmungsflüssigkeit verursachte keine Temperaturschwankungen. Die als Baditüssigkeit verwandte Locke-Lösung enthielt: 7NaC1 157,4 m~, KCI 5,63 mM, CaC]~ 2,09 mM und NattCOa 1,78 mM und wurde vor jedem Versuch auf den pH-Wert 7 eingestellt. (Die pH-Messungen wurden mit einem in PH geeichten Röhren-Voltmeter-mit einer Glas-und einer Calomelektrode --durchgeführt). Die Lösung von 5--8 mg Desoxycholsäure* in 100 cm a Locke-Lösung wurde ebenfalls auf ein pH von 7 e~gestellt. Dabei haben wir sorgfältig auf den pH-Wert geachtet, da nach B~cm~A (1953) die Wirksamkeit von Gallensäuren stark von der Wasserstoffionenkonzentration abhängt. Die Desoxycholsäure wählten wir, weil sie nach E~])~A~~ u. Mitarb. (1954) den schnellsten Wirkungseintritt verspricht. Zum' Vergleich führten wir 5 Versuche mit Cho]säure durch. Das Präparat schlug vor Beginn des eigentlichen Versuches 10--120 min in der normalen Locke-Lösung, dann wurde auf die Durchströmung mit der desoxycholsäurehaltigen Locke-Lösung umgeschaltet. Als Ableitelektroden verwandten wir die üblichen Ling-Gerard-Mikroelektroden, handgezogene Duran-Hartglaspipetten mit einem Spitzendurchmesser, der bei Kontrollen nach der Füllung mit 3-molarer KCL-Lösung unterhalb 0,5 # lag. Der Widerstand betrug um 50 M ~2. Der Übergang auf das Kabel zum Verstärker erfolgte über eine Ag-AgC1-Brücke. Die Elektrode war leicht beweglich am Arm eines Mikromanipulators aufgehängt. Bezugse]ektrode war eine zweite, in das Bad eintauehende, an der Spitze abgebrochene Mikroelektrode (Widerstand ~ 1 M ~2). Messungen des Ruhepotentials wurden ausgeführt, wenn das zwischen differenter und indifferenter Elektrode meßbare E]ektrodenpotential 5 mV oder weniger betrug. Zur elektrischen Reizung wurden Metal]elektroden verwandt. Das l~echanogramm des Präparates wurde durch eine vorwiegend isotonisch registrierende )/J[eßanorò_nung aufgezeichnet: ein feiner, auf das Pr5~parat aufgesetzter Glasfaden übeßrägt die Bewegungen auf eine einseitig eingespannte dünne Glasplatte, die durch ihre Bewegungen in dem Meßkopf Widerstandsänderungen hervorruft, die über eine Brückenscha]tung in Spaunungsschwankungen verwandelt und dann registriert werden. Diese Anordnung, die im wesentlichen eine Modifikation der von SChÜTz (1931) beschriebenen Manometersonde ist, wird in einer gesonderten Arbeit naher beschrieben. * Wir danken der Firma Riede] de ]=[aën für freundliche Überlassung der Für die Versuche verwandten Desoxycho]säure.
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t e n zu lassen; ich bin lediglich durch Mangel an Sub-stan2 an jvciteren Versuchen verhindert worden. Die Mekonsaure bildet init allen Basen schweraufliisliche, leichtkrystallisirbare Salze , nur init dem Morpliin geht sie eine Verbindung ein, die leicbtliislich und nicht krystallisirbar ist. AXXIX