Von einer sommerlichen Zeltnacht mit den Freunden ihrer großen Schwester kehrt die vierzehnjährige Aurora nie zurück. Dreißig Jahre später wird ihre Leiche gefunden. In einem Versteck, von dem eigentlich nur die sechs Freunde gewusst haben können. Detective Chief Inspector Jonah Sheens ist fest ents
Wie Gertrud ihre Kinder lehrt
✍ Scribed by Johann Heinrich Pestalozzi
- Publisher
- TUX
- Year
- 2009
- Tongue
- UND
- Weight
- 164 KB
- Category
- Fiction
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✦ Synopsis
Bei diesem Werk handelt es sich um eine Folge von 14 Briefen an den Verleger Heinrich Gessner Anmerkung. Es sind allerdings keine persönlichen Briefe, sondern Kapitel eines in Briefform abgefaßten Buchs. Es ist herausgewachsen aus Pestalozzis ersten schulpädagogischen Versuchen und Erfahrungen in Burgdorf in den Jahren 1799-1801 und begründete damals seinen weltweiten pädagogischen Ruhm. Der Titel "Wie Gertrud ihre Kinder lehrt" wurde allerdings vom Verleger ohne Wissen Pestalozzis gewählt und entspricht dem Inhalt lediglich in theoretischer Hinsicht, denn von Gertrud, der Mutterfigur in "Lienhard und Gertrud", ist nirgends die Rede. Pestalozzi betrachtete die Briefe als "Vorrede zu meinen Versuchen, den Müttern Anleitung zu geben, ihre Kinder selber zu unterrichten" Anmerkung und stellen im Kern eine anthropologische und erkenntnispsychologische Grundlegung des Elementarunterrichts dar. Man versteht Pestalozzis Anliegen am besten, wenn man sich das Bild der damaligen Schulverhältnisse in Europa vor Augen hält, wie er es in einer sehr drastischen Sprache schildert:
"Soweit als ich ihn [den Schulunterricht] kannte, kam er mir wie ein großes Haus vor, dessen oberstes Stockwerk zwar in hoher vollendeter Kunst strahlt, aber nur von wenigen Menschen bewohnt ist; in dem mittleren wohnen denn schon mehrere, aber es mangelt ihnen an Treppen, auf denen sie auf eine menschliche Weise in das obere hinaufsteigen könnten; und wenn sie Gelüste zeigen, etwas tierisch in dasselbe hinaufzuklettern, so schlägt man ihnen einen Arm oder ein Bein, das sie dazu brauchen konnten, provisorisch entzwei; im dritten wohnt eine zahllose Menschenherde, die für Sonnenschein und gesunde Luft vollends mit den oberen das gleiche Recht haben, aber sie wird nicht nur im ekelhaften Dunkel fensterloser Löcher sich selbst überlassen, sondern man bohrt in demselben noch denen, die auch nur den Kopf aufzuheben wagen, um zu dem Glanz des obersten Stockwerks hinaufzugucken, noch gewaltsam die Augen aus."
Pestalozzis methodisches Grundlagenwerk: "Wie Gertrud ihre Kinder lehrt" (1801)
Bei diesem Werk handelt es sich um eine Folge von 14 Briefen an den Verleger Heinrich Gessner Anmerkung. Es sind allerdings keine persönlichen Briefe, sondern Kapitel eines in Briefform abgefaßten Buchs. Es ist herausgewachsen aus Pestalozzis ersten schulpädagogischen Versuchen und Erfahrungen in Burgdorf in den Jahren 1799-1801 und begründete damals seinen weltweiten pädagogischen Ruhm. Der Titel "Wie Gertrud ihre Kinder lehrt" wurde allerdings vom Verleger ohne Wissen Pestalozzis gewählt und entspricht dem Inhalt lediglich in theoretischer Hinsicht, denn von Gertrud, der Mutterfigur in "Lienhard und Gertrud", ist nirgends die Rede. Pestalozzi betrachtete die Briefe als "Vorrede zu meinen Versuchen, den Müttern Anleitung zu geben, ihre Kinder selber zu unterrichten" Anmerkung und stellen im Kern eine anthropologische und erkenntnispsychologische Grundlegung des Elementarunterrichts dar. Man versteht Pestalozzis Anliegen am besten, wenn man sich das Bild der damaligen Schulverhältnisse in Europa vor Augen hält, wie er es in einer sehr drastischen Sprache schildert:
"Soweit als ich ihn [den Schulunterricht] kannte, kam er mir wie ein großes Haus vor, dessen oberstes Stockwerk zwar in hoher vollendeter Kunst strahlt, aber nur von wenigen Menschen bewohnt ist; in dem mittleren wohnen denn schon mehrere, aber es mangelt ihnen an Treppen, auf denen sie auf eine menschliche Weise in das obere hinaufsteigen könnten; und wenn sie Gelüste zeigen, etwas tierisch in dasselbe hinaufzuklettern, so schlägt man ihnen einen Arm oder ein Bein, das sie dazu brauchen konnten, provisorisch entzwei; im dritten wohnt eine zahllose Menschenherde, die für Sonnenschein und gesunde Luft vollends mit den oberen das gleiche Recht haben, aber sie wird nicht nur im ekelhaften Dunkel fensterloser Löcher sich selbst überlassen, sondern man bohrt in demselben noch denen, die auch nur den Kopf aufzuheben wagen, um zu dem Glanz des obersten Stockwerks hinaufzugucken, noch gewaltsam die Augen aus."
Aus dieser Sicht der Verhältnisse hält er es für dringend, "die Schulübel, die Europas größere Menschenmasse entmannen, nicht bloß zu überkleistern, sondern sie in ihrer Wurzel zu heilen" und entsprechend ist er der Überzeugung, "der öffentliche und allgemeine europäische Schulwagen müsse nicht bloß besser angezogen, er müsse vielmehr umgekehrt, und auf eine ganz neue Straße gebracht werden." Pestalozzi entwickelt daher ein leidenschaftliches Interesse für die Verbesserung der Elementarbildung und sein ganzes Bemühen gilt der Entwicklung einer Erziehungs- und Unterrichtsmethode, die den Menschen instand setzt, "sich selbst helfen zu können"
Pestalozzis "Methode" beruht dabei auf den folgenden Grundgedanken:
* Kenntnisse und Fertigkeiten dürfen im Unterricht nicht isoliert und ohne Fundamente vermittelt werden, sondern müssen in entwickelten Kräften wurzeln. Vordringliche Aufgabe des Unterrichts ist somit die Entwicklung von Kräften, welche in der menschlichen Natur angelegt sind und von sich aus nach Entfaltung streben.
* Die zur Entwicklung drängende innere Natur des Menschen wird zwar erst in der Begegnung mit der äußern Natur – dem Bereich des Gegenständlichen – entfaltet, aber dieser Bereich wirkt, wenn er unbeeinflußt bleibt, ohne Ordnung und Zielstrebigkeit auf den jungen Menschen ein. Seine Bildung soll aber nicht zufällig und verwirrt sein, sondern durch menschliche "Kunst" Anmerkung gelenkt und geordnet werden.
* Die menschliche Kunst muß somit in die Natur eingreifen, aber nicht in die Natur des Kindes, sondern in das freie, zufällige Spiel der Wirkungen der äußeren Natur auf das Kind. Sie muß die Sinneseindrücke ordnen, dosieren und abstimmen auf den jeweiligen Grad der Verarbeitungsfähigkeit des Kindes.
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