Weiteres über Gallussäure, Tannin und Eichengerbsäuren
✍ Scribed by Böttinger, Carl
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1890
- Weight
- 324 KB
- Volume
- 258
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Zu den schdnsten Reactionen der Gallussiiure gehdren offenbar die Farbungen, welche ihre alkalischen Ldsungen zeigen. Wird die in einem Reagensrohre befindliche LBsung der Gallussaure z. B. mit Natronlauge versetzt, so entseht eine zunlchst gelbe, dann rothgelbe Losung, welche beim Umschwenken des Gefafses in prachtvollen rothen Streifen an den Wandungen des Glases herunterliiuft. Wird eine derartige Ldsung auf Filtrirpapier gegossen, so zeigt die nasse Flache einen blauen Saum; sch6ner noch lafst sich diese Farbung beobachten, wenn die in einer weifsen Porcellanschale befindliche Gallussiiurelbsung mit Natronlauge versetzt und umgeschwenkt wird. Bei der gerade so behandelten Tanninlbung konnte ich wohl die rothen Streifen, nicht aber den blauen Saum beobachten. Offenbar beruhen diese Farberscheinungen darauf, dafs die Gallussaure durch Sauerstoffaufnahme in einen unbestandigen chinonartigen KBrper umgewandelt wird. Sie fallen besonders auf, wenn in die im Becherglase befindlichen alkoholischen Liisungen der Gallussaure oder des Tannins metallisches Natrium eingetragen wird. Von dem sich unter Wasserstoffentwicklung ldsenden Metal1 fliefsen gewissermafsen, in der Gallussaurel6sung blaue, in der Tanninldsung griinblaue Streifen ab, welche neben einem wenig oder nicht gefarbten Salk einen festen Kdrper enthalten. Unter besonderen Urnstinden kann es gelingen, die Ausscheidung durchaus blau resp. grtingefarbt zu erhalten; in der Regel verschwindet aber die
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