Weitere; Erfahrungen über Rhabarbarin und Auffindung eines sehr ähnlichen oder identischen (?) Stoffs (Rumicin) in der Wurzel von Rumex Patientia und Vergleichung dieser Wurzel so wie der Wurzel von Rumex alpinus und der Grindwurzel mit der Rhabarbar des Handels und mehreren Rheumarten
✍ Scribed by Geiger, Ph. L.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1834
- Weight
- 902 KB
- Volume
- 9
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-5490
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✦ Synopsis
Vorgelesen in der Gesellwllaft fur Piaturwissenscliaft and Ileilkunde in IIeitlell~rg , den isten Februar 1834.
In der Abhandlung iiber Rhabarbarin, S. 91 dieses Bandes der Annalen, wurde bereits angefiilirt , dars Siiuren dessen Ausscheidung aus cler wasscrigen Liisung befiirderrt j spatere Erfahrungen lclir!cn , dafs besonders Salpetersiiure hiezu geeignet sey. \I:in t-\traliirte tlemnach eiir Pfund chiiiesische Rhahai4xx, niit \I eingeist liiste das von Weingeist bcf'reite Extract in Wassrr u ~~d verdiinnte die LFsung, bis sie sich starlc iriibic, setste dann zielnlich vicl Salpctersiiure zu und lids das (;cTii:crtgc ungefihr 4 Rlonate untcr iirterrn Ururiilrrcn bei geu Glii1licliw Tcmperatur in gegensciliger 1;eriihrung , vt'rcliinnte d a m das G a l t m iiocli mehr r n i t W a s s e r , SO langc dieses nocli 1riiI)vtig vcranlarstc, zei.ricb den jotzt fast pulverigen Siedrrsc.ll!;fig init \Tasscr ZII feinem Hi ci und nils:h ilin so larlge niit li:.:!cn> \Tassel*, zuleizt aul' rirwrn Filter aus, his das J)nrcl~iaui"cndc nicht mehr mcrklich S ~I I P V schmecktc; trocknctc ihn iind Iwliandclte ilrn rnit Aethcr d n langc sich tlicser 1)edmtend gelh fiiirbte. net. gviifbte l'licil blieb als cir~c scliwarzbraune hlassc zuriick. Die c!unkelgelbe Atherkche I.iisung versetzte ma? mit Prisch gefalltem , noch feuchtem Bleioxydhydrat *). Das Bleioryd farlte sieh roth uiid an den Glaswaiirlungen zum Theil violett , die Fliissigkeit war mehr entflirbt, schiin hochgelb. Maa destillirie den Aether von der klaren FIZssigkeit ab und verdunstcte zuletzt in eiiier Schale bei geaijhulicher Teniperatur an freier Luft. Das SO erhaltene Rhabarbarin war von ausgezeichoeter SchSnbeit, iiufserst locker, ltiirnig , krystallinisch , von hochgelber Farbe, euf der Oberfliiche und an den Wandungen der Schale mit einem purpurrothen Hauch bedeckt, der nicht mehr wahrzufiehmeii war als das Rhabarbarin herausgenommen und umgeriihrt wurde. Der flleiriickstaud wurde wiederholt mit Aether beliandelt, so lange er sich bedeured gelb farbte. T k c h iibdestilliren und Verdampfen zur Trochne in d6r Reforte erhielt man ein eben so schGnes, nur etwas heller gelb gefarhtes Rhabarbarin ohne rotheu Anflug auf der Oberkliche. Dieser bildete sicb. aber EO- gleich, wenn das atberhaltende Rhabarbarin im noch feuchten Zustande derLuft dargeboten wurde. -Neben den gclbcn LCiirnchen bemerhte man schon mit blofsem Auge besunders irn Sonnenschein, mehr noch unter der I,upe, riele gknzende farblosc Bliittchen. Diese Blattchen fiirbten sich mit Ammoniak vie1 langsamer roth als die gelben Kbrnchcn. Urn diese wo maglich von den gelben Hb'rnchen zu trennen und iiberbaupt zu versucben, o t man es mit zwcicrlei Substanzen zit thun babe, versetzte man unGef&r 5 Gran Rhaharbaih init hinreichend Aether und iii4xschussigem UleioxvdhZdrat , wclclies sich beim Unischiitteln prschtig p r p u r r o t h fat bte ; die iitherisclie Ldsung wurde l!ierbzi betrachrlich entfiirbt ; man setLtc die Behandlung ruit fri-*) Dicse Behandlung srhlug Herr Hessc vor, tun den letzten Antheil Gerbestof!', aiidcrc ertractive Theile iiiid Fett Z I I crrtfernen. -banal. d. Pbirnr. lX. Ed5 3. Heft YO